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Geschrieben: 20. Oktober, 2015 in Erkältung
 
 

Alle Jahre wieder – Erkältung, Schnupfen & Co.

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Manche Krankheiten hat man einmal und dann ist aber auch gut. Masern zu Beispiel. Doch eine Erkältung oder einen Schnupfen fangen wir uns immer wieder ein, oft jedes Jahr aufs Neue. Einige Forscher vermuten, dass wir im Laufe unseres Lebens etwa 200 bis 300 Erkältungen durchmachen. Aber warum werden wir eigentlich niemals immun?

 

Schnupfen, Fotoquelle: 123RF

Nicht ein Gegner, sondern viele

Auch wenn ein Husten, Schnupfen oder eine Erkältung immer relativ gleich abläuft, unterscheiden sich die Erreger untereinander. Unser Immunsystem stellt sich jedoch auf jeden einzelnen Gegner ein, um ihn bekämpfen zu können. Ist der eine Erreger besiegt, steht manchmal auch schon der nächste in den Startlöchern. Da kommt unser Immunsystem unter Umständen nur noch schwer mit. Es benötigt einfach Zeit, um den neuen Gegner zu erkennen und ihn erfolgreich zu bekämpfen. Die verschiedenen Erreger machen auch die Entwicklung eines universal wirksamen Impfstoffs so schwierig. Dieser müsste ein wahres Allround-Talent sein und gegen Bakterien genauso wirken wie gegen Viren, um alle Erreger unschädlich zu machen.

Viren sind Verwandlungskünstler

Oft werden Erkältungsbeschwerden durch Viren verursacht. Und Viren haben eine Besonderheit: sie mutieren ständig. Das bedeutet, dass unser Immunsystem gerade erfolgreich einen Virus bekämpft hat, gegen den nächsten, der sich nur in einer Winzigkeit von dem vorherigen unterscheidet, aber wieder ganz von vorne anfangen muss. Man könnte sagen, dass sich unsere Abwehr durch immer neue Verkleidungen an der Nase herumführen lässt. Denn die Körperabwehr identifiziert Eindringlinge anhand ihrer äußeren Form. Bei der jährlichen Grippe-Impfung werden diese Mutationen beispielsweise sorgfältig von Virologen weltweit beobachtet, um schließlich einen Impfstoff zu entwickeln, der einen möglichst hohen Schutz bietet. Manche Erkältungsviren wie Rhinoviren manipulieren aber auch gezielt die Fresszellen des Immunsystems und verändern diese so, dass sich unsere Körperabwehr nicht mehr merken kann, wie ein Rhinovirus aussieht. Es verfolgt und bekämpft also einen Erreger, vergisst aber sofort wieder, wie der eigentlich aussah. Die Folge: Wir liegen wieder mehrere Tage lang krank im Bett.

Was bleibt uns also übrig?

Während eines Schnupfens oder einer Erkältung sollte man den Körper durch Hausmittel unterstützen. Heißer Tee schwemmt Giftstoffe aus dem Körper, warme Wickel regen den Kreislauf an und Inhalieren löst Verschleimungen. Natürlich kann man nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker auch Schleim- und Hustenlöser aus der Apotheke verwenden. Fiebersenkende Medikamente sollte man sich vom Arzt verschreiben lassen, da Fieber ein normaler Teil des Heilungsprozesses ist. Hält es jedoch länger als drei Tage an oder steigt sogar auf über 39 Grad Celsius, ist ein Besuch beim Arzt angebracht.

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