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Geschrieben: 20. Oktober, 2015 in Impfungen
 
 

Alle Jahre wieder „Grippeimpfung“ – Risiko oder Schutz?

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Manch einer hält sie für unwichtig. Vielleicht sogar schädlich. Andere haben Angst vor Spritzen. Es gibt viele vermeintliche Gründe, den jährlichen Pieks gegen die Grippe auf unbestimmte Zeit aufzuschieben. Doch die echte Grippe ist eine ernstzunehmende Krankheit. Deshalb raten Experten Risikogruppen zur Grippeimpfung.

 

 

Grippeimpfung, Fotoquelle: 123RF

Gehören Sie zu einer Risikogruppe?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung älteren Menschen ab 60 Jahre, sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen (Quelle: Apotheken Umschau). Außerdem gehören Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel genauso zur Risikogruppe wie Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einer Immunschwäche. Wer im Krankenhaus oder Altersheim arbeitet oder viel mit anderen Menschen zu tun hat, sollte sich ebenfalls impfen lassen. Für Risikogruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen übrigens die Kosten.

Wann sollten Sie sich impfen lassen?

Bereits im Dezember kann es zu ersten Fällen kommen. Spätestens im Januar kommt sie dann: die Grippewelle. Da es zirka zwei Wochendauert, bis der Impfschutz besteht, sollte man einen Arzttermin im Spätherbst einplanen. „Idealerweise lassen Sie sich im Oktober oder November impfen“, rät auch Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut. Wer sich schon eine Erkältung oder ähnliches eingefangen hat, sollte mit dem Arzt besprechen, ob ein Verschieben der Impfung ratsam wäre.

Weshalb jedes Jahr aufs Neue?

Influenzaviren verändern sich, sie mutieren. Dadurch tarnen sie sich ständig neu und das Immunsystem muss sich erst auf den neuen Feind einstellen. Außerdem gibt es verschiedene Virenstämme, aus denen sich eine Grippewelle entwickeln kann. Deshalb entscheiden Experten jedes Jahr, wie der Grippeimpfstoff zusammengesetzt sein soll. Leider kann es dadurch auch dazu kommen, dass man an einer Grippe erkrankt, obwohl man geimpft ist.

Welche Risiken gibt es?

Die Einstichstelle kann zunächst schmerzen, rot werden und anschwellen. Auch Gliederschmerzen, Frösteln und Müdigkeit können auftreten. Nach ein bis zwei Tagen sollte sich das legen. Eine Infektion mit der Grippe durch den Impfstoff ist nicht möglich. „Der Impfstoff besteht aus Bruchstücken von abgetöteten Viren, die keine Erkrankung mehr hervorrufen können“, beruhigt Glasmacher.

Wie vermeiden Sie eine Ansteckung?

Nicht bei allen Geimpften bietet die Impfung einen hundertprozentigen Schutz. Gerade bei älteren Menschen kann es passieren, dass der Impfschutz nur teilweise besteht. Auf jeden Fall sollte man sich regelmäßig die Hände sorgfältig mit Seife unter fließendem Wasser waschen. Ihre Hände sind Ihr Tor zur Welt. Versuchen Sie daher, so selten wie möglich an Nase, Mund oder Augen zu fassen. Kurieren Sie sich zuhause aus, bis Sie wieder auf dem Damm sind. Wenn Sie husten oder niesen müssen, sollten Sie das in die Armbeuge tun.

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