0
Geschrieben: 28. Oktober, 2013 in Alzheimer | Nahrungsergänzung
 
 

Alt und dement ? – Natürliche Polyphenole tragen zur Erhaltung des „Köpfchens“ bei

17241997_L
17241997_L
Geistig fit und leistungsfähig bis ins hohe Alter – wer möchte das nicht? Aber leider ist das bei Weitem nicht jedem vergönnt, denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit und der Demenzen massiv an. So erkranken z. B. in Deutschland jährlich etwa 250 000 Personen neu an Alzheimer. Die „richtigen“ Lebensstilfaktoren und die Vermeidung von Risikofaktoren können das Risiko für diese Erkrankungen senken. Gewusst wie!

Fotoquelle: 123RF

Woher kommen Alzheimer und andere Demenzen?

Obgleich die genauen Vorgänge, die bei der Entstehung solcher Krankheiten eine Rolle spielen, derzeit noch nicht vollständig erforscht sind, gibt es Risikofaktoren, die inzwischen bekannt sind. Dazu gehören beispielsweise erbliche Einflüsse, Umweltfaktoren und vor allem entzündliche Prozesse, die zum Untergang der Nervenzellen beitragen können, eine Rolle. Auch schädliche freie Radikale, die durch äußere Einflüsse (z. B. Umweltgifte, Strahlung, Medikamente, Rauchen etc.) im Körper entstehen können, sollen eine Rolle spielen. Freie Radikale sind kleine, sehr reaktive Teilchen, die mit dem empfindlichen Zellbausteine reagieren und diese schädigen können. Auch dadurch können Zellen (z.B. Nervenzellen) absterben. Daher ist im Alltag auf eine ausreichende Zufuhr mit Radikalfängern (=Antioxidantien) und eine „entzündungshemmende“ Kost (z. B. mit Gewürzen) zu achten.

Vorbeugung – was kann man tun?

Inzwischen konnte in einer Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen gezeigt werden, dass bestimmte natürlich vorkommende Antioxidantien (vor allem in Gewürzpflanzen und bestimmten Obst – und Gemüsesorten) eine entzündungshemmende, antioxidative und letztlich nervenzellschützende Wirkung haben und den Prozessen, die zur Veränderung der  Gehirnstrukturen führen, entgegenwirken können. So konnte u.a. gezeigt werden, dass Polyphenole aus Beerenfrüchten (besonders polyphenolreich sind z.B. die Acai- und die Gojibeeren) den altersbedingten Veränderungen im Hippocampus entgegenwirken und zur Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit beitragen können. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Erhaltung der Plasizität des Gehirns, die wir für uneingeschränktes Denkvermögen brauchen. Eine Untersuchung mit  mehr als 1300 Personen, die über 5 Jahre hinweg lief, hat ergeben, dass das Krankheitsrisiko für Demenzen für jene Personen am höchsten war, die wenig Polyphenole zu sich nahmen. Besondere Schutzwirkungen liegen beispielsweise für das aus den Schalen von Weintrauben gewonnene Polyphenol (Resveratrol) und das aus der Gelbwurz stammende Kurkumin vor. Für diese Substanzen konnte gezeigt werden, dass diese natürlich vorkommenden Stoffe den Veränderungen, wie man sie bei Alzheimer Patienten beobachten kann, entgegen wirken können. In der empfiehlt es sich auf auf eine Vielfalt verschiedenster Polyphenole aus Obst (z. B. Acai-, Gojibeeren, Granatapfel u.a.) , Gemüse, Gewürzpflanzen mit Resveratrol und Kurkumin zu achten, denn die hier vorkommenden natürlichen Polyphenole und Antioxidantien ergänzen sich und regenerieren sich gegenseitig. Wem die tägliche Beschaffung der genannten Früchte und Gewürzpflanzen zu mühsam ist, der kann auf polyphenolreiche Nahrungsergänzungsmittel ausweichen (z. B. Kombination aus aus Kurkumin, Ingwer, Resveratrol, Acai-, Gojibeeren, Grantatapfel und Gemüseextrakten). Diese erhalten Sie in der Apotheke. Sicherlich gehört auch die Empfehlung sich ausreichend zu bewegen, auf Normalgewicht zu achten und auf das Rauchen zu verzichten zu den vorbeugenden Maßnahmen.

Doell_antiaging

 

Mehr dazu im Buch
„Antiaging mit Antioxidantien“
von Prof. Dr. Michaela Döll
Herbig Verlag, 19,99 Euro.

 

Autorin:
Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll
Gartenweg 20
67157 Wachenheim

 

 





War dieser Artikel hilfreich? Bewerten Sie Ihn.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 bewertungen, duchschnittlich: 5,00 out of 5)
Loading...