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Geschrieben: 12. Juli, 2013 in Diabetes | Krankheiten von A-Z | Stoffwechsel
 
 

Altersdiabetes trifft immer mehr junge Menschen

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Die meisten Betroffenen leiden unter Diabetes mellitus Typ 2

Bei der Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit, handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung. Dabei lässt der Name zunächst noch auf nichts Schlimmes schließen. Aus dem Griechischen übersetzt bedeutet Diabetes mellitus nichts anderes als „honigsüßer Durchfluss“.

Die Bezeichnung rührt daher, dass bei Erkrankten eine Erhöhung der Blutzuckerwerte vorliegt und das Blut damit leicht süß erscheint. In schlimmeren Fällen kann diese Süße auch auf den Urin übergehen. Die Zuckerkrankheit entsteht aus einem Ungleichgewicht beim Zuckerstoffwechsel (Stoffwechselprobleme), wir empfehelen den Stoffwechsel zu unterstützen. Im Blut befindet sich stets eine abgestimmte Menge an Zuckermolekülen (Glukose), die als Nährstoffe für innere Organe dienen. Damit diese Energie liefernde Glukose von den Zellen aufgenommen werden kann, bedarf es des Insulins. Es wirkt als Schlüssel, der die Glukose in die Zellen schleust. Damit reguliert das Insulin auch die Konzentration des Blutzuckers. Gerät dieses Verhältnis außer Balance und ist zu wenig Insulin vorhanden, steigt auch der Blutzuckerspiegel.

Mediziner unterscheiden zwei Varianten der Zuckerkrankheit. Unter dem sogenannten Typ 1-Diabetes leiden nur etwa 5 Prozent der Betroffenen. Diese Art der Zuckererkrankung taucht häufig bei Kindern oder Jugendlichen auf. Aus diesem Grund wurde früher von einer Jugendlichen-Diabetes gesprochen. Die Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produziert, stellt hierbei die Insulinproduktion ein und der Blutzuckerspiegel steigt an. Diese Diabetes-Form kann nur durch die Gabe von Insulin behandelt werden.

Etwas 95 Prozent der Zuckerkranken leidet am sogenannten Typ 2-Diabetes. Hier sprach man früher von Alters-Diabetes. In jüngster Zeit erkranken jedoch immer häufiger auch junge Menschen an dieser Variante der Zuckerkrankheit. Sie entsteht in der Regel durch Übergewicht und Bewegungsmangel. Bei davon betroffenen Menschen reagieren die Zellen von Muskel- und Fettgewebe schwächer auf das Insulin (Insulinresistenz), so dass mehr davon gebraucht wird, um eine Aufnahme der im Blut gelösten Glukose in die Zellen zu ermöglichen. Die Folge ist, dass durch eine verringerte Aufnahme der Blutzuckerspiegel steigt. Liegt ein erhöhter Blutzuckerspiegel vor, lässt sich dieses an unterschiedlichen Symptomen erkennen. Betroffene fühlen sich meist abgeschlagen und klagen über körperliche Schwäche. Meist wird dieses begleitet von starkem Durst, Störungen der Wundheilung, Heißhungerattacken und häufiges Wasserlassen (Polyurie). Diese Symptome sind bei beiden Krankheitstypen gleich. Jedoch treten sie beim Typ 2-Diabetes nur sehr schleichend auf, so dass die Krankheit häufig längere Zeit unerkannt bleibt.

Speziell beim Typ 2-Diabetes ist es möglich, selbst aktiv etwas gegen die Krankheit zu tun. Da diese vor allen Dingen durch Übergewicht und Bewegungsmangel hervorgerufen wird, sollte auch hier angesetzt werden. Durch eine Umstellung der Ernährung und regelmäßige Bewegung muss versucht werden, das Körpergewicht zu normalisieren und damit der Diabetes entgegen zu wirken. Hier sollte man aber ebenfalls behutsam vorgehen, denn eine zu schnelle Aufnahme von sportlicher Betätigung kann den belasteten Körper schnell überfordern.

In sehr starken Fällen der Diabetes Typ 2 muss allerdings mit einer Gabe von den Blutzucker regulierenden Medikamenten oder mit Insulin eine Normalisierung des Blutzuckerspiegels herbeigeführt werden. Durch eine entsprechend vernünftige Lebensweise lässt sich aber doch die Grundlage der Zuckerkrankheit bekämpfen.

Stoffwechsel und Diabetes mellitus

Die Stoffe, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen, werden in Energie und Baustoffe für unseren Körper umgewandelt. Das erledigt der Stoffwechsel. Damit die Stoffwechselwege optimal laufen, bedarf es darüber hinaus der Mikronährstoffe. Sie regulieren den Stoffwechsel. Zu ihnen zählen neben Vitaminen auch Mineralstoffe und Spurenelemente. Wichtig sind zudem Purine und Pyrimidine, die als Bausteine der Erbsubstanz DNS dienen. Meist läuft das hochkomplexe System aus Stoffwechselwegen fehlerfrei. Es kann allerdings auch aus dem Tritt kommen, zum Beispiel durch genetisch bedingte Fehlprogrammierungen bzw. Über- oder Fehlernährung. Das zeigen Krankheiten wie die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus, Adipositas (Fettsucht) und Gicht. (Quelle: Bundesministerum für Bildung und Forschung)

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