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Geschrieben: 22. Juli, 2013 in Gesund trinken
 
 

Aroniasaft – heilsame Erfrischung mit sekundären Pflanzenstoffen

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Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen über 30 Grad ansteigen, dann benötigt der Körper eine Extraportion an Flüssigkeit, Vitaminen und Mineralstoffen. Gesunde Erwachsene sollten dann die normal empfohlene Trinkmenge von 1,5 Litern auf mindestens zwei Liter am Tag steigern. Selbst drei Liter am Tag und mehr sieht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei Hitze als empfehlenswert an, da ein Großteil der täglichen Flüssigkeitszufuhr wieder ausgeschwitzt wird.

Durstlöschen mit Wasser, Schorlen und Tee

Als geeignete Durstlöscher propagiert die Forschung seit Jahrzehnten vor allem Mineral- und Leitungswasser. Zudem werden Fruchtsaftschorlen, die aus 100%igem Frucht- oder Gemüsesaft mit mindestens 2/3 Wasser selbst gemischt werden, empfohlen. Auch Früchte- und Kräutertees gehören zu den Empfehlungen für die Flüssigkeitszufuhr. Kräutertees stehen allerdings aktuell in der Diskussion, da das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) zum Teil zu hohe Dosen an giftigen Pflanzenstoffen in unterschiedlichen industriellen Kräutertees gefunden hat. Darunter waren auch Brennnesseltee, Fencheltee, Kamillentee und Pfefferminztee.

Gesundheitsfördernde und eher bedenkliche sekundäre Pflanzenstoffe

Bei den in den Kräutertees teilweise gefundenen giftigen Stoffen handelt es sich um ganz natürliche Bestandteile der Pflanzen. Die Pflanzen entwickeln diese Stoffe zur Abwehr von Fressfeinden, also zum Selbstschutz. Es handelt sich bei der aktuellen Untersuchung des Bundesamtes für Risikobewertung um gefundene Pyrrolizidinalkaloide (PA), eine bedenkliche Form der sogenannten sekundären Pflanzenstoffe.

Die meisten sekundären Pflanzenstoffe besitzen jedoch eine gesundheitsfördernde, sogar heilende, Wirkung. Insgesamt sind weltweit bisher über 100.000 entdeckte Einzelsubstanzen bekannt. Vor allem Gemüse und Obst, sowie Gemüsesäfte und Fruchtsäfte sind besonders reich an gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen, wie der Aroniasaft. Die Aroniabeere, auch Apfelbeere oder botanisch Aronia melanocarpa genannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika und war den Indianern seither als Heilpflanze und Wintervorrat dienlich. Die kleinen schwarzblauen Beeren sind in ihrem Inneren rot und besonders saftig. Es ist allerdings Vorsicht geboten, denn die Aroniabeere hat einen giftigen Doppelgänger. Daher aufpassen, und die dunklen Aronia-Beeren nicht verwechseln mit der Tollkirsche. Diese ist hoch giftig und stellt vor allem für Kinder oder Tiere eine Vergiftungsgefahr dar, wenn sie als Zierstrauch im Garten wächst. Die Aroniabeere dagegen ist ein wahrer Glücksgriff, wenn es um gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe geht. Sie enthält vor allem die wertvollen Flavonoide, eine Untergruppe der Polyphenole. Dabei ist eine Untergruppe der Flavonoide besonders häufig vertreten: die Anthocyane. Auch Tannine, oftmals als Gerbstoffe bezeichnet, sind vielfach in den Beeren enthalten.

In der Forschung wird derzeit diskutiert, ob der Saft der Aroniabeere durch die Vielzahl der in ihm enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe nicht sogar in der Behandlung einer Vielzahl von Zivilisationskrankheiten wie etwa Diabetes mellitus Typ II oder Bluthochdruck eingesetzt werden könnte. Konkrete Ergebnisse stehen hier allerdings noch aus.

Bildquelle: Flickr, BY-SA © joe calhoun

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