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Geschrieben: 23. Mai, 2013 in Kliniken | Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Duale Ausbildung zum Beruf des Pflegeassistenten

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Pflegeassistenten sind für die pflegerische Grundversorgung von Senioren, Kranken oder Menschen mit Behinderungen zuständig. Ihre Tätigkeit umfasst unter anderem die anfallenden Aufgaben im Haushalt der pflegebedürftigen Personen. Die Einsatzorte von Pflegeassistenten sind neben dem Zuhause von Pflegebedürftigen auch Krankenhäuser, Pflegeheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.


Duale Ausbildung für Pflegeassistenten

Das heutige Berufsbild wurde ehedem unter der Bezeichnung Pflegediensthelfer oder Schwesternhelferin geführt und stellt eine Mindestvoraussetzung für den Berufseinstieg im Pflegebereich dar, ob in Sozialstationen oder Pflegeeinrichtungen. In Baden-Württemberg wird die Tätigkeit unter der Bezeichnung Alltagsbetreuer, in Bayern unter Sozialbetreuer geführt. Auch Pflegefach- oder Altenpflegehelfer sowie Gesundheitsassistent wird die Tätigkeit des Pflegeassistenten genannt. Während der Ausbildungszeit werden theoretische Kenntnisse und praktische Anwendung vermittelt. Die Ausbildungsdauer ist, je nach Bundesland, unterschiedlich lang und liegt zwischen einem und zwei Jahren. Sie kann auf die Ausbildung in der Altenpflege oder als Sozialassistent angerechnet werden und diese verkürzen. In Berufsfachschulen, Fachseminaren oder berufsbildenden Schulen wird der duale Ausbildungsweg zum Pflegeassistenten angeboten. Als Mindestvoraussetzung für die Ausbildung gilt der Hauptschulabschluss, die Auszubildenden sollten mindestens 16 Jahre alt sein.

Pflegeassistent – auch für die Betreuung eigener Familienangehöriger

Die Ausbildung Pflegeassistent eignet sich auch für Familienangehörige, die ihre Eltern, ihre behinderten Kinder oder Verwandte pflegen wollen. Die Auszubildenden lernen, bei der Körperpflege sowie beim Essen und Trinken zu helfen, bei Behandlungen wie Verbandswechsel, Verabreichung von Medikamenten oder bei der Injektion von Spritzen zu assistieren. Sie unterstützen Pflegebedürftige bei der Bewältigung ihres Alltags, auch können sie Blutdruckmessungen durchführen und kümmern sich um die Dokumentation der pflegerischen Tätigkeiten. Da viele Senioren und Patienten lange liegen müssen, sorgen Pflegeassistenten dafür, dass sich keine Druckgeschwüre bilden, auch helfen sie beim Betten und Lagern. Wer eine Ausbildung Pflegeassistent anstrebt, sollte körperlich belastbar sein. Im theoretischen Teil der Ausbildung werden Kenntnisse über Hauswirtschaft, Ernährungslehre, Berücksichtigung von Diäten oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie mögliche Freizeitbetätigungen pflegedürftiger Menschen vermittelt. Auch die Unterrichtsfächer Deutsch, Englisch, Mathematik, Wirtschaftslehre und Politik gehören zum Ausbildungsumfang.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Pflegeassistenten

Hauptschulabsolventen erwerben gleichzeitig mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung die Mittlere Reife, was ihnen bessere Perspektiven für ihren beruflichen Werdegang eröffnet. Auch ist es möglich, neben der Ausübung der Tätigkeit – berufsbegleitend – zu studieren. In vielen Fällen sind staatliche Zuschüsse in Form von Förderungen durch die Bundesagentur für Arbeit möglich. Nach Abschluss der Ausbildung kann das Gehalt der Pflegeassistenten sehr unterschiedlich ausfallen – je nachdem, wo Pflegeassistenten arbeiten, ob im Öffentlichen Dienst, in privaten oder in stationären Einrichtungen. Für die Tätigkeit von Pflegeassistenten gilt bundesweit eine Mindestlohnregelung.

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