Geschrieben: 03. Dezember, 2012 in Ernährung
 
 

Die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung


Dass eine ausgewogene Ernährung einen entscheidenden Teil zum körperlichen als auch geistigen Wohlbefinden beiträgt, das ist für viele nichts Neues. Was genau darunter zu verstehen ist umso mehr. Da ist es nicht verwunderlich, warum sich viele Ernährungsmythen hartnäckig halten und andere Erkenntnisse kaum bekannt sind.



Was unter einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zu verstehen ist, ist natürlich ein Stück weit individuell. So müssen Diabetiker andere Regeln befolgen, als es beispielsweise bei Menschen mit Nierenerkrankungen der Fall wäre. Darüber hinaus hat die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) allerdings ein Rahmenkonzept erstellt, das sich als sinnvolle Leitlinie erwiesen hat.

Essen Sie vielseitig

Eine ausgewogene Ernährung zeichnet sich nicht durch den vermehrten Konsum eines bestimmten, als gesund bekannten Lebensmittels aus. Ebenso wenig gilt es, jede noch so kleine Sünde zu meiden. Stattdessen sollte der Ernährungsplan aus einer dem Tagesbedarf entsprechenden Menge bestehen. Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate sowie Vitamine und Mineralstoffe sind alle lebensnotwendig und sollten täglich aus Obst, Gemüse oder auch Vollkornprodukten aufgenommen werden.

Ballaststoffreich essen, möglichst Vollkornprodukte

Statt dem hellen Weißbrot sollten Sie vermehrt zu Vollkornbrot greifen. Selbiges gilt auch für Nudeln und Reis. Vollkornprodukte enthalten neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe sowie Ballaststoffe. Von letzteren sollten es mindestens 30 Gramm am Tag sein. Sie sorgen unter anderem für das Sättigungsgefühl und eine gut funktionierende Verdauung.

5 Portionen Obst und Gemüse am Tag

Entweder zu den Mahlzeiten oder als Zwischensnack sollten Obst und Gemüse nicht fehlen. Eine Portion entspricht dabei etwa der Menge, die mit einer Hand gegriffen werden kann. Vor allem saisonale Produkte sind nicht teuer und weniger chemisch behandelt als Importware. Sofern möglich sollte Gemüse lieber gegart oder als Rohkost verzehrt werden, denn langes Kochen zerstört wichtige Inhaltsstoffe oder schwemmt sie aus.

In Ruhe essen und auf Mengen achten

Nicht nur das was Sie essen, sondern auch wieviel und wie Sie essen ist entscheidend. Lassen Sie sich zu den Mahlzeiten Zeit und genießen Sie Ihr Menü. Da das Sättigungsgefühl erst nach 20 Minuten einsetzt, vermeiden Sie so, unbemerkt zu viel zu essen. Zu hohe Menge machen sich nicht nur in einer Gewichtszunahme bemerkbar, sondern machen auch träge und müde.

Für genügend Bewegung sorgen

Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend viel Bewegung gehören untrennbar zusammen. Je nach Mobilität kann schon ein 30-minütiger Spaziergang jede Menge zu Ihrem Wohlbefinden beitragen.

Ernährung in keiner Lebenslange vernachlässigen

Es gibt jedoch auch Umstände, in denen es schwer fällt, diese Regeln zu befolgen. Vor allem im Alter, wenn Körper und/oder Geist nicht mehr so mitspielen, wie wir es uns wünschen, kann dies der Fall sein. An den regelmäßigen Besuch des Wochenmarkts mit frischen Produkten sowie deren Zubereitung ist dann nicht mehr zu denken. Trotzdem bzw. gerade jetzt sollte die Ernährung für das größtmögliche Wohlergehen nicht zu kurz kommen. Erfahrene Pflegekräfte erleichtern Senioren die alltäglichen Hürden von Einkauf bis hin zur Nahrungszubereitung und mobilisieren sie so gut es geht, um auch etwas Bewegung in den Alltag mit einzubauen. Im Umgang mit einer Pflegebedürftigkeit können so kostenintensive Altenheime und der damit verbundene Wohnortwechsel sowie das zu kurz kommen einer ausgewogenen Verpflegung vermieden werden.