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Geschrieben: 13. März, 2017 in Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Berlin, Berlin, wir fahren nach…

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Die Hauptstadt Deutschlands ist allemal einen Besuch wert. Das Lifestyle-Magazin Monocle hat Berlin in 2016 nach Tokyo zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Egal, ob Kultur, Job, Party oder Bildung – Berlin kann sich sehen lassen. Jedes Jahr strömen weit über 10 Millionen Touristen aus aller Welt in die Stadt, um sich von ihrem kosmopolitischen Flair mitreißen zu lassen.

 

Fotoquelle: 123RF – Brandenburger Tor

Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Wir stellen ihnen die zehn beliebtesten Sightseeing-Attraktionen der Spree-Metropole vor.

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Fotoquelle: 123RF – Berliner Reichstag

#1 Reichstag

Als er 1933 brannte, brach ein finsteres Kapitel der Weltgeschichte an. Heute kommen dort die Parlamentarier des Deutschen Bundestags zusammen und machen Weltpolitik. Seit 1990 weht auf dem „Platz der Republik“ davor die in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990 um Mitternacht gehisste „Fahne der Einheit“. Im Jahr 1995 hüllte der bulgarische Künstler Christo das Gebäude in silbrig-weißen Stoff und machte es paradoxerweise gerade dadurch weltbekannt. Heutzutage erklimmen nicht nur politisch interessierte Bürger den Wendelgang in der Glaskuppel, um von dort den Blick über die Stadt und das nahe Brandenburger Tor zu genießen.

#2 Brandenburger Tor

In einer Stadt, die nicht eben arm an symbolischen Orten ist, gehört das Brandenburger Tor zu den symbolträchtigsten Bauwerken überhaupt. Vor diesem weltbekannten Triumphtor, das vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. erbaut wurde und auf dessen Bogen die Quadriga vorwärtsprescht, hielt der amerikanische Präsident Kennedy seine berühmte „Ich-bin-ein-Berliner“-Rede. Im Jahr 2013 durfte auch der damalige amerikanische Präsident Obama hier sprechen. Auch viele Feiern, nicht zuletzt die Feier zur gewonnenen Fußball-Weltmeisterschaft 2014, haben es im kollektiven Gedächtnis verankert.

#3 East Side Gallery

Am Ufer der Spree liegt in Friedrichshain die East Side Gallery, eine Open-Air-Galerie entlang des längsten noch erhaltenen Teilstücks der Berliner Mauer. Schon während der deutschen Teilung war die Berliner Mauer auf der Westseite künstlerische Projektionsfläche. Doch nach der Öffnung der Grenze 1989 kamen im Frühjahr 1990 118 Künstler aus 21 Ländern zusammen, und bemalten dieses Symbol der Teilung auf einer Länge von 1316 Metern neu. Heute zeugen noch 101 großformatige Bilder von der Freude über den Mauerfall und die Wiedervereinigung.

#4 Berliner Philharmonie

Mit ihren kantigen, scheinbar asymmetrischen Formen beeindrucken Philharmonie und der angrenzende Kammermusiksaal nicht nur architektonisch. Musikfreunde sollten ein Konzert im musikalischen Herz der Hauptstadt nicht versäumen. Wer es weniger lautstark mag, kann auch einfach an einer der regelmäßigen Führungen teilnehmen. Ein virtueller Rundgang durch den Saal der Philharmonie ist sogar im Internet möglich.

#5 Holocaust-Mahnmal

Die zwischen 2003 und 2005 ganz in der Nähe des Reichstags und des Brandenburger Tors errichteten, in grauen Wellen angeordneten Stelen sollen an die während des Nationalsozialismus ermordeten Juden erinnern. Zusammen mit dem Gedenk- und Informationsort für die Opfer des „Euthanasie“-Programms, dem Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma und dem Mahnmal für die getöteten Homosexuellen im Großen Tiergarten ist das mittlerweile baufällige Denkmal der Versuch, unbegreifliches begreiflich zu machen – und Teil deutscher Geschichte.

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Fotoquelle: 123RF – Museumsinsel

#6 Museumsinsel

Inmitten Berlins liegt an der nördlichen Spitze der Spreeinsel der wohl wichtigste Hort deutscher Kultur. Auf einer Fläche von 8,6 Hektar präsentieren das Neue und das Alte Museum, das Pergamonmuseum, das Bode-Museum und die Alte Nationalgalerie tausende von Exponaten, die Gäste aus aller Welt anlocken. Selbst bei größter Ausdauer ist das an einem Tag nicht zu schaffen.

 

 

#7 Großer Tiergarten

Die im Ortsteil Tiergarten gelegene Parkanlage Großer Tiergarten erstreckt sich über 210 Hektar und ist somit die drittgrößte innerstädtische Parkanlage Deutschlands – nach dem Tempelhofer Park auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Berlin-Tempelhof und dem Englischen Garten in München. Mitten durch ihn hindurch schneidet die Straße des 17. Juli, die am Großen Stern mit der Siegessäule endet. Ein Ort der Ruhe im Zentrum Berlins.

#8 Gedächtniskirche

Ganz in der Nähe des Kurfürstendamms mit seinen Geschäften und Restaurants steht der „Hohle Zahn“, wie die Berliner den zerbombten Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche augenzwinkernd nennen. Dieser während des Zweiten Weltkriegs zerstörte Kirchturm bildet zusammen mit dem neuen Sakralbau ein Gebäude-Ensemble, das zugleich eine Kirche, ein Museum sowie ein Mahnmal für den Frieden beherbergt.

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Fotoquelle: 123RF – Weltuhr am ALexanderplatz

#9 Alexanderplatz

Zugegeben, der Alexanderplatz ist architektonisch kein Augenschmaus. Dafür steht er mit den angrenzenden Paradestraßen, der Urania-Weltzeituhr und dem Berliner Fernsehturm, mit 368 Metern übrigens das höchste Bauwerk Deutschlands, wie kein zweiter Ort für den urbanen Kern Ostberlins und der heutigen Hauptstadt. Von keinem Ort aus hat man eine bessere Aussicht über die Spreemetropole, als aus der kugelförmigen Kuppel des Fernsehturms. Rund eine Million Besucher besteigen jedes Jahr den bisher höchsten Aussichtspunkt Deutschlands. Wenn der ehemals brachliegende Potsdamer Platz für das neue Berlin steht, dann symbolisiert der Alexanderplatz das alte Berlin!

 

#10 Berliner Unterwelten

In der Berliner Unterwelt herrscht ein buntes Treiben. Zahlreiche Bauwerke aus unterschiedlichsten Epochen wurden in den Märkischen Sand getrieben: Neben zahlreichen militärischen und zivilen Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Kalten Krieg lernen Interessierte während geführter Touren auch alte Kanalisationsabschnitte und Fluchtrouten von Ost- nach Westberlin, Brauereigewölbe, unvollendete U-Bahnhöfe und das einstige innerstädtische Rohrpostsystem der Stadt kennen. Angeboten werden diese Touren vom gemeinnützigen Verein Berliner Unterwelten e.V., der 2006 mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet wurde.

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