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 Bewusstlosigkeit

Bewusstlosigkeit

Bei Bewusstlosigkeit handelt es sich immer um eine Notfallsituation – es besteht akute Lebensgefahr, da grundsätzlich mit einer Störung der Atmung gerechnet werden muss! Den Bewusstlosen sofort in die stabile Seitenlage bringen, besonders dann, wenn der Verletzte erbrochen hat oder aus Mund und Nase blutet. Es besteht die Gefahr der Aspiration (= Einatmen) von Blut, Schleim, Erbrochenen, Gebissteilen oder anderen Fremdkörpern. Der Verletzte kann ersticken!
Ausnahme: bei dem geringsten Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule – liegenlassen. Notarzt rufen!

Ein Ohnmachtsanfall ist eine kurzandauernde Bewusstlosigkeit, die durch plötzlichen Sauerstoffmangel im Gehirn bedingt ist (langes Stehen, Schwüle etc.), begleitet von Schwindelgefühl, Übelkeit, Schwarzwerden vor den Augen. Beine anheben für bessere Durchblutung des Gehirns!

Ursachen:

  • Gewalteinwirkung auf den Kopf
  • Sauerstoffmangel im Gehirn (Ohnmachtsanfall)
  • Stoffwechselstörung
  • Vergiftung (Schlaf- und Betäubungsmittel!)
  • Krampfanfälle (Epilepsie, Fieberkrampf)
  • Schlaganfall
  • Stromunfall
  • Unterkühlung
  • Hitzeeinwirkung


Symptome:

  • keine Reaktion auf äußere Reize (optisch, akustisch, Schmerz)
  • schlaffe Muskulatur
  • blasse Haut
  • Reflexe wie Husten oder Schlucken fehlen. Erstickungsgefahr!
  • Zungengrund kann beim auf dem Rücken liegenden Bewusstlosen zurückfallen und die Luftröhre verlegen

Maßnahmen:

  • sofort in stabile Seitenlage bringen! Den Bewusstlosen auf die Seite drehen und seinen unteren Arm nach hinten, parallel zum Oberkörper legen. Der obere Arm wird unter den seitlich in Richtung Brustkorb gedrehten Kopf gelegt. Kopf überstrecken, d. h. so weit wie möglich in Richtung Nacken legen, Gesicht erdwärts drehen (wichtig, wenn keine ausreichende Eigenatmung vorhanden ist, Eigenatmung kann so wieder einsetzen). Das untere Bein in Hüfte und Knie abbiegen; das obere Bein wird gestreckt auf das untere Bein gelegt.
  • freie Atemwege sind auf diese Weise sichergestellt
  • setzt die Eigenatmung nicht ein, sofort mit der Atemspende beginnen!
  • Notarzt rufen!

 





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