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Geschrieben: 31. Oktober, 2012 in Blasenkrebs | Harnwege | Krebsvorsorge
 
 

Blasenkrebs – Vorsorge

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Blasenkrebsvorsorge für verbesserte Heilungschancen

Blasenkrebs ist in unserer Gesellschaft kein Thema, obwohl es sich bei der Erkrankung um den zweithäufigsten urologischen Tumor handelt. So ist Blasenkrebs statistisch häufiger als das Zervixkarzinom, welches in Deutschland eine viel höhere Präsenz hat. Laut Zahlen des Robert-Koch- Instituts erkranken etwa 30.000 Menschen pro Jahr neu an Blasenkrebs und ca. 9.000 Menschen versterben1. Eine regelmäßige Vorsorge kann dabei helfen, Blasenkrebs frühzeitig zu erkennen und somit die Zahl der Patienten in lebensgefährlichen Stadien zu verringern.

Blasenkrebs-Risikofaktoren

Doch ein beschwerdefreier Mensch sucht den Arzt nicht aktiv auf. Zudem treten Blasenkrebssymptome oft erst spät im Krankheitsverlauf auf. Folglich bleibt der symptomlose Blasenkrebspatient unerkannt und kann nicht von einer frühen, oft erfolgreichen Therapie profitieren. In späteren, fortgeschrittenen Stadien ist Blasenkrebs oft eine stark lebensbedrohliche Erkrankung, die selbst bei erfolgreicher Behandlung zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität führt.

Ist die individuelle Blasenkrebsvorsorge sinnvoll? 

Die Ursachen für die Entstehung von Blasenkrebs sind heute nur teilweise verstanden. Als sicher gilt, dass neben dem Alter der Blasenkrebs auf einen langjährigen Tabakkonsum zurückzuführen  ist 2,3.  Neben dem Rauchen gelten verschiedene Berufe, u.a. Feuerwehrmänner/ –Frauen oder Friseure, als Risikofaktor. Hier ist der Mensch über einen längeren Zeitraum krebserregenden Stoffen ausgesetzt, die eine Ursache für die Entwicklung von Blasenkrebs darstellen.

„30-40% der Personen die Arztpraxen aufsuchen weisen ein erhöhtes Blasenkrebsrisiko auf.“

Nach heutigen Daten ist bekannt, dass ca. 30-40 % der Personen, die ärztliche Praxen aufsuchen, ein erhöhtes Harnblasenkrebsrisiko aufweisen4.

Insbesondere bei Risikopatienten ist die Blasenkrebsvorsorge folglich als sinnvoll zu betrachten. 

Welche Werkzeuge stehen für die Blasenkrebsvorsoge zur Verfügung?  Das optimale Werkzeug für die Diagnose von Blasenkarzinomen ist die Blasenspiegelung. Diese ist ein invasiver Eingriff und kann mitunter schmerzhaft sein und auf den PatieNMP22 Zeitnten belastend wirken. Bei regelmäßiger Anwendung kann die Blasenspiegelung zudem zu Nebenwirkungen führen, sodass Sie nur bedingt für eine lückenlose Vorsorge geeignet ist. Daher haben heute nicht-invasive Verfahren wie z.B. die Anwendung urinlöslicher Tumormarker wie dem NMP22 oder die Urin- Zytologie hohen Nutzen. Der Vorteil des NMP22 Tests ist seine hohe Praktikabilität, da eine Urinprobe für die Untersuchung ausreicht und das Ergebnis bereits nach 30 Minuten vorliegt. Zudem verursacht der Test keine Nebenwirkungen und ist somit ein optimaler Suchtest für die regelmäßige Vorsorge, v. a. für Risikopatienten. So empfiehlt auch eine aktuelle Studie mit mehr 1.300 Patienten die NMP22 Testung in der Diagnosestellung des Blasenkarzinoms, da diese hilft, unnötige Blasenspiegelungen zu vermeiden und zudem einen unabhängigen Diagnoseparameter darstellt5.

„Die NMP22 Testung hilft unnötige Blasenspiegelungen zu vermeiden.“

In Deutschland wird die NMP22 Testung als Bestandteil der Blasenkrebs-Vorsorge heute in vielen urologischen und gynäkologischen Praxen angeboten.

Quellen: 1 Krebsregister des Robert-Koch-Instituts, 2008/2010 2 Golka, K. et al; 2004, World J Urol 21: 382-391. 3 Colditz G et al., 1996, World J Urol, Cancer causes control 7 (Suppl.); S3-S59. 4 Forum Sanitas, 2012. 5 Barbieri CE et al., The British Journal of Urology International, in press.

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