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Geschrieben: 14. Oktober, 2014 in Atemwege | Krankheiten von A-Z
 
 

Bronchitis: Wie man sie wirksam bekämpft

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Ob Im Büro, im Bus oder in der Schule: Ein Husten ist in den kühlen Monaten nicht selten. Meist kommt er mit einer Erkältung. Oft ist er auch ein Anzeichen einer akuten Bronchitis. Aufgrund von ihr suchen viele Menschen ihren Arzt auf. Ein Erwachsener leidet ein- bis zweimal im Jahr an einer akuten Bronchitis. Meistens entpuppt sie sich als eine ungefährliche Virusinfektion.


Der Husten kann durch eine akute Bronchitis hervorgerufen werden, Fotoquelle: 123RF


Im Atmungssystem des Menschen bilden die Bronchien einen wichtigen Abschnitt. Die zentrale Aufgabe dieses verwinkelten Röhrensystems ist, dass die Luft zu den Lungenbläschen gelangt, von denen sie dann gereinigt werden. Dies meistern sie mit einem komplexen Säuberungsablauf in den Bronchien, den man mukoziliäre Clearance nennt. Flimmerhärchen, oberflächliche Bronchienzellen und die Sekrete der Schleimdrüsen sind Akteure dieser Prozedur.

Viren sind die häufigste Ursache

Eine akute Bronchitis entsteht meistens aufgrund von Viren. „Die Viren können die Flimmerhärchen schädigen, etwa ihre Schlagfrequenz einschränken“, erklärt Ludger Klimek von der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (Quelle: welt.de). Die Erreger können für ein Anschwellen oder sogar für ein Verkrampfen der Bronchien sorgen. Aus diesem Grund kann dann nicht mehr der ganze Auswurf austreten. Die Bronchien zeigen sich gereizt vom Angriff der Viren und reagieren mit dem Hustenreflex. „Meist ist der Husten zunächst trocken, ohne Auswurf“, sagt Heidrun Holstein, Medizinerin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Je nach Stärke des Leidens kann eine Therapie der Symptome eine Verbesserung einleiten. Empfehlenswert ist eine Inhalation mit Kamille, Kochsalzlösung oder entzündungslindernde und schleimlösende Arzneien aus der Apotheke. Zusätzlich sollte man viel Flüssigkeit trinken, idealerweise Tee oder Wasser, um den Schleim flüssiger zu machen. Stört starker Husten den erholsamen Schlaf, dann helfen zwischenzeitlich Hausmittel wie Honig, Hustenblocker, salzige Suppen oder Zwiebelsud. Holstein erklärt: „Man sollte den Husten jedoch auf keinen Fall komplett unterbinden. Der Schleim muss ja raus aus dem Körper.“

Etwa zehn Prozent der akuten Bronchitis entstehen durch Bakterien

Eitriges oder schlecht riechendes oder schlecht schmeckendes Sekret und hohes Fieber sind die typischen Symptome. Treten diese auf, so sollte der Erkrankte den Arzt aufsuchen. Meistens verschreibt dieser umgehend ein Antibiotikum. Eine präzisere Untersuchung sollte bei länger bestehenden oder sehr schwerwiegenden Anzeichen sowie bei starkem Fieber und bei Atemproblemen erfolgen. Derartige Symptome weisen manchmal auf eine Chronifizierung, Komplikationen oder eine Lungenentzündung hin. Klimek erklärt, wie man am besten vorbeugen kann: „Menschenansammlungen und Händeschütteln vermeiden, Tür- und Haltegriffe nicht anfassen, zwischendurch häufiger die Hände waschen, trockene Luft, Rauch und Schadstoffe vermeiden.“

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