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 Buchheim - Museum der Phantasie

Sammlung Buchheim - Museum der Phantasie

Das Buchheim Museum liegt nördlich von Bernried in einem herrlichen Park direkt am Ufer des Starnberger Sees. Alte Baumgruppen, verwunschene Teiche, Pagoden, Skulpturen und andere Kunstwerke säumen den Weg vom Parkplatz (an der Staatsstraße 2063) zum Museumsgebäude.

Die Architektur – ein Haus für die Buchheimischen Sammlungen:
Günter Behnisch hat für die Sammlungen des Malers, Fotografen, Verlegers, Kunstbuch- und Romanautors Lothar-Günther Buchheim ein Gebäude geschaffen, das die außergewöhnliche Vielfalt der Sammlungen widerspiegelt: In den nördlich gelegenen Hallen werden die Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken der Expressionen gezeigt - der Kern der legendären Buchheimischen Kollektion. Die intimeren Räume der beiden mehrstöckigen „Türme“ sind den volks- und völkerkundlichen Sammlungen und den Arbeiten Buchheims vorbehalten.  Die besondere Attraktion ist ein zwölf Meter über dem See schwebender Steg. Bei klarer Sicht kann man von hier aus bis nach Starnberg und zur Alpenkette sehen.

Vier Museen unter einem Dach:
Buchheim führt in seinem Museum zusammen, was in der Regel in  getrennten Museen gezeigt wird. Gemälde und Arbeiten auf Papier Hängen nebeneinander, in unmittelbarer Nachbarschaft von Kunsthandwerk aus aller Welt, bayerischer „Volkskunst“ und Kultgegenständen aus Afrika und anderen außereuropäischen Ländern: Begegnung der Weltkulturen und spannender Dialog zwischen der Kunst der Expressionisten und ihren Inspirationsquellen aus Afrika und der Südsee.

Meisterwerke des Expressionismus:
Die Sammlung Buchheim umfasst ein außergewöhnlich breites und qualitativ herausragendes Spektrum expressionistischer Kunst. Durch eine Welttournee in den 1980-er-Jahren wurde die Sammlung international bekannt. Im Zentrum stehen Werke der Maler Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff und Pechstein, die - vorübergehend auch Nolde und Mueller – zur Künstlergemeinschaft „Brücke“  (1905 –1913) gehörten. Sie suchten durch knappe und kühne Formen, Flächenhaftigkeit, Monumentalität und Starkfarbigkeit den Ausdruck ihrer Kunst zu steigern. Damals protestierten die jungen Maler, die „unmittelbar“ und unverfälscht“ das wiedergeben wollten, „was sie zum Schaffen drängt“, gegen die offizielle Kunst der wilhelminischen Ära. Heute zählen ihre Werke zu den Klassikern   und markieren den Beginn der Moderne in Deutschland. Anhand der reichen Bestände der Sammlung Buchheim kann nicht nur die künstlerische Entwicklung der „Brücke“-Maler bis in die 1920-er-Jahre verfolgt werden. Die gemeinsame Präsentation von Gemälden und Arbeiten auf Papier macht vor allem den Einfluss von Holzschnitt und Skizze auf den Stil der „Brücke“-Malerei deutlich. Sie dokumentiert zugleich eindrucksvoll, dass der Rang expressionistischer Grafik nur mit den Holzschnitten und Kupferstichen der Dürerzeit vergleichbar ist. Um die Arbeiten der „Brücke“ gruppieren sich Werkkomplexe von Einzelgängern wie Max Beckmann und Christian Rohlfs. Auch die Vorläufer und die nachfolgende zweite Expressionistengeneration sind vertreten. Herausragend sind die Aquarelle und Grafiken  von  Otto Dix, die zur Kunst der 1920-er-Jahre überleiten.

Öffnungszeiten:

Öffnungszeiten sind von April bis Oktober jeweils dienstags mit sonntags und an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr. Von November bis März ist die Sammlung dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene € 8,50; Kinder ab 6 bis 17 Jahre sowie Schüler, Studenten und Behinderte bezahlen € 3,50. Die Familienkarte (2 Erwachsene, 3 Kinder) kostet € 18,00. Der
Gruppenpreis (ab 15 Personen) beträgt € 7,00.
Das „MVV-BuchheimMuseum-Ticket“(MVV + DB-Regionalzüge zwischen München und Bernried + Bayer. Seenschifffahrt + Museumseintritt) kostet € 19,00; das „Kombi-Ticket Museumsschiff“ (Bayer. Seenschifffahrt + Museumseintritt) kostet € 16,00.

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