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Geschrieben: 31. März, 2014 in Krankheiten von A-Z
 
 

Cholesterin – gut, böse oder beides?

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Zu Cholesterin findet man viele und zum Teil widersprüchliche Informationen. Was ist Cholesterin überhaupt, und gibt es wirklich gutes Cholesterin und böses? Cholesterin gehört zur Gruppe der Fette und erfüllt wichtige Aufgaben im Körper. Es ist unerlässlich für den Aufbau der Körperzellen und ist wichtiger Grundbaustein für Hormone wie zum Beispiel das Sexualhormon. 


Cholesterin, Fotoquelle: 123RF

Auch die Leber muss auf Cholesterin zurückgreifen, um Gallensäuren herzustellen, die in der Verdauung eine wichtige Rolle spielen.Der Körper stellt einen großen Teil des benötigten Cholesterins selbst her. Wenn über die Nahrung zusätzliches Cholesterin in den Körper gelangt, kommt es auf die Menge an. Denn dann besteht ab einer bestimmten Dosis die Gefahr des Überschusses, woraufhin der Körper die eigene Produktion des Cholesterins reduziert.

Was zeigt der Cholesterinspiegel an?

Der Cholesterinspiegel gibt an, wie hoch die Menge an Cholesterin im Blut ist. Prinzipiell macht man einen Unterschied zwischen High Density Lipoprotein, dem HDL oder „gutem“ Cholesterin und dem Low Density Lipoprotein, dem LDL oder „bösem“ Cholesterin. Das LDL-Cholesterin transportiert das Cholesterin von der Leber in die Gefäße, wo es sich ablagern und eine Arteriosklerose auslösen kann. Das HDL hingegen transportiert das Cholesterin von den Gefäßen in die Leber. Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist normalerweise deshalb ein erhöhter LDL-Spiegel.

Erst die Risikofaktoren rufen den Arzt auf den Plan

Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist allein noch kein Grund zur Sorge, zumal der Arzt auf die individuellen körperlichen Bedürfnisse des Patienten eingehen muss. Gesellen sich zum erhöhten Cholesterinspiegel jedoch weitere Risikofaktoren, dann heißt es aufpassen. Zu diesen Risikofaktoren zählen das Rauchen, die Diabetes und der Bluthochdruck. Auch ein bereits erlittener Herzinfarkt zählt in diese Kategorie. Übergewichtige Menschen haben im Allgemeinen ein stärkeres Risiko als Schlanke. Die Symptome des erhöhten Cholesterinspiegels zeigen sich nicht sofort, zunächst spürt der Betroffene nichts. Langfristige Folgen sind jedoch die Arterienverkalkung, die wiederum zum Herzinfarkt, zum Schlaganfall und zur koronaren Herzerkrankung führen kann.

Gesunde Ernährung ist das A und O

Hat der Arzt einen erhöhten Cholesterinspiegel festgestellt, bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Regulierung an. Zunächst einmal ist eine Umstellung der Ernährung auf gesunde ballaststoffreiche Kost notwendig, die vor allem fettfrei und cholesterinarm sein muss. Sportliche Bewegung stellt die zweite Säule dar. Dabei kommt es nicht darauf an, Höchstleistungen zu vollbringen, etwas Jogging, Spaziergänge und schwimmen helfe schon weiter. Wenn diese Maßnahmen nicht oder nur wenig anschlagen, therapiert der Arzt die Krankheit medikamentös, beispielsweise durch Cholesterin-Synthese-Hemmer oder Cholesterin-Aufnahme-Hemmer. Vorbeugen kann man dem erhöhten Cholesterinspiegel und den damit verbundenen Folgekrankheiten am besten durch einen gesunden Lebenswandel. Fettarme Mischkost und die Verwendung von Zutaten mit wenig gesättigten Fettsäuren wie Fisch und Geflügel sind hilfreich. In die Küche gehören auch Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, zu dieser Gruppe gehören die Omega-6-Fettsäuren im Sonnenblumenöl und die Omega-3-Fettsäuren im Leinsamen-, Soja-, Walnuss- und Rapsöl. Auch die Makrele, Lachs und die Forelle weisen einen Anteil dieser Fettsäuren auf.

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