0
Geschrieben: 25. Juli, 2014 in Krankheiten von A-Z | Magen & Darm
 
 

Darmkrankheiten – der häufigste Grund für den Arztbesuch

25254762_S
25254762_S
Hektik, unregelmäßige und schnell hinuntergeschlungene Mahlzeiten führen bei vielen Menschen vermehrt zu Problemen mit dem Darm.

Wie wichtig eine gesunde Verdauung ist, merkt man oft erst viel zu spät.

Denn erst, wenn der Darm dauerhafte Probleme bereitet, ist man in der Regel bereit einen Arzt aufzusuchen.

 

 

Darm; Fotoquelle: 123RF

Der Darm ist ein wichtiges Funktionsorgan

Die aufgenommene Nahrung gelangt vom Magen in den ersten Darmabschnitt, den Zwölffingerdarm. Die Fettverdauung beginnt in diesem Darmabschnitt, es werden die Flüssigkeiten der Galle und der Bauchspeicheldrüse hinzugefügt. Im Zwölffingerdarm nimmt der Körper den größten Teil der Nährstoffe aus der Nahrung auf. Im nächsten Teil des Darms, im Dickdarm werden der aufgenommenen Nahrung Wasser und Salze entzogen, bevor sie in den Mastdarm übergeht und von dort aus in den Analkanal und zur letztendlichen Ausscheidung gelangt. Wie wichtig der Darm ist, kann man sich anhand dieses Weges leicht vor Augen führen, denn er sorgt letztlich dafür, dass wichtige Nährstoffe aus Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch in unseren Körper gelangen.

Die häufigsten Darm-Erkrankungen

Zu den häufigsten Krankheiten, die einen Gang zum Arzt auslösen, gehören die akuten Krankheiten wie Durchfall, Verstopfungen und Blähungen. Beim Durchfall verlieren die Betroffenen viel Flüssigkeit, Salze und Verdauungsflüssigkeit, deshalb ist bei einem Krankheitsverlauf von mehr als drei Tagen Umsicht gefordert. Wer auch am dritten Tag noch unter Durchfall leidet, der sollte unbedingt den Arzt konsultieren. Im gegenteiligen Krankheitsbild, der Obstipation, Darmträgheit oder Verstopfung, leiden die Betroffenen darunter, den Darm zu selten entleeren zu können. Wer weniger als drei Mal wöchentlich Stuhlgang hat, sollte ebenfalls seinen Arzt aufsuchen, allein schon um das unangenehme Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können, nicht mehr spüren zu müssen. Blähungen sind ein Tabuthema, und wenn sie krankhaft werden erst recht. Auch hier ist der Gang zum Arzt unabdingbar, manchmal entschärft bereits eine vom Arzt begleitete Ernährungsumstellung das Problem.

Blut im Stuhl

Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben, deshalb sollten Sie unbedingt den Arzt aufsuchen, wenn dieses Phänomen bei Ihnen auftritt. Darmkrebs zeigt sich ebenfalls durch gelegentliches Blut im Stuhl und den Wechsel von Durchfall und Verstopfung, eine Darmspiegelung schafft auf jeden Fall Sicherheit. Der chronische Reizdarm vereinigt oft sämtliche Symptome der akuten Darmerkrankungen wie Durchfall und Verstopfung. Ein Reizdarm ist keine gefährliche Krankheit, doch bevor der behandelnde Arzt diese Diagnose stellt, müssen alle anderen Ursachen wie Tumore im Darm ausgeschlossen werden. Oftmals hilft den Betroffenen eine Psychotherapie, manchmal eine Ernährungsumstellung. Auch wenn der chronische Reizdarm nicht zu den lebensbedrohlichen Krankheiten gehört, sollte man seine Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen nicht unterschätzen. Zu den Dingen, die den Weg zu einer gesunden Verdauung erleichtern, gehören Stressreduktion, regelmäßige und gesunde Mahlzeiten und sportliche Betätigung, wobei hier die Kontinuität die klare Priorität genießt gegenüber der Intensität.

Print Friendly, PDF & Email
War dieser Artikel hilfreich? Bewerten Sie Ihn.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 bewertungen, duchschnittlich: 5,00 out of 5)
Loading...