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Geschrieben: 04. Februar, 2016 in Aktuelles | Infektionskrankheiten
 
 

Das Zika-Virus – Die acht wichtigsten Fragen & Antworten

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Aktuell: Zika-Virus, tausende Säuglinge wurden in Lateinamerika mit Verdacht auf Fehlbildungen geboren, mehr als zwei Dutzend Staaten haben Infektionen gemeldet. Die WHO hat den weltweiten Notstand ausgerufen. Woher kommt das Virus und wie gefährlich ist der Zika-Virus? Quelle: Spiegel Online

 

 

Zika-Virus, Fotoquelle 123 RF

Woher kommt das Zika-Virus?

Das Zika-Virus wurde nach dem Zikawald in Uganda benannt. Dort wurde es 1947 erstmals bei einem Affen nachgewiesen. Seitdem hat es sich in tropischen Gebieten weltweit verbreitet.

Wie überträgt sich das Zika-Virus?

Das Zika-Virus wird häufig durch bestimmte Mückenarten übertragen. Seit kurzem gilt als gesichert, dass das Virus auch durch sexuellen Kontakt übertragen werden kann.

Wie verläuft eine Infektion mit dem Zika-Virus?

Nach einer Inkubationszeit, die zwischen drei und zwölf Tage dauern kann, setzen meist grippeähnliche Symptome ein. Bei einem Fünftel der Erkrankten treten außerdem leichtes Fieber, Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen auf.

Wie behandelt man eine Zika-Infektion?

Derzeit wird an einem Impfstoff geforscht. Bis dieser einsatzbereit ist, dürfte es aber noch mehrere Jahre dauern. Bis dahin werden die Symptome mit üblichen Schmerz- und Fiebermedikamenten behandelt.

Gibt es Risikogruppen für eine Zika-Infektion?

Besonders gefährdet sind Schwangere. Werden sie infiziert, übertragen sie das Virus auf ihr Kind. Die Folge können schwere Fehlbildungen, wie die sogenannte Mikrozephalie, sein. Daher sollten gerade Schwangere derzeit nicht in die Risikogebiete reisen. Auch Patienten, die an einer Immunstörung oder anderen chronischen Krankheit leiden, sowie Reisende mit kleinen Kindern sollten sich vor Reiseantritt vom Hausarzt beraten lassen.

Wo liegen die Risikogebiete für eine Zika-Infektion?

Der massenhafte Ausbruch, der 2015 in Brasilien begann, hat sich mittlerweile nahezu auf den gesamten süd- und mittelamerikanischen Kontinent, inklusive der Karibik, ausgeweitet. Davon ausgenommen sind lediglich Chile, Peru, Argentinien, Uruguay und Kuba. Auch in den USA wurden erste Fälle registriert.

Bedroht das Zika-Virus auch Deutschland?

Auch in Europa und Deutschland werden vermehrt Fälle des Zika-Virus gemeldet. Allerdings handelt es sich bei den Betroffenen bisher um Reisende, die aus den betroffenen Gebieten zurückgekehrt sind, darunter auch Asienreisende. Bisher sieht es nicht so aus, als könne sich das Virus in nächster Zeit auch mithilfe der bei uns heimischen Moskitoarten verbreiten.

Wie kann ich mich vor dem Zika-Virus schützen?

Wenn Sie in die Risikogebiete reisen, sollten Sie sich möglichst in geschlossenen und klimatisierten Räumen aufhalten. Auch ein Moskitonetz über dem Bett bietet guten Schutz. Im Freien können Sie Mückensprays verwenden, um Moskitos fernzuhalten. Bei sexuellem Kontakt sollte außerdem unbedingt ein Kondom verwendet werden.

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