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Geschrieben: 14. August, 2014 in Gedächtnis & Konzentration | Krankheiten von A-Z
 
 

Demenz: Vitamin D könnte das Risiko einer Erkrankung senken

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Eine neue Studie aus den USA zeigt auf, dass ein Zusammenhang zwischen dem Gehalt an Vitamin D im Blut und der Demenzerkrankung besteht. So konnte festgestellt werden, dass ältere Menschen, die einen Mangel an Vitamin D aufweisen, öfter an Demenz erkranken. Ungefähr 60 Prozent der Deutschen ist von einem solchen Mangel betroffen.



Demenz: Vitamin D-Mangel erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, Fotoquelle: 123RF

Von allen Vitaminen fällt Vitamin D durch die Besonderheit auf, dass der Körper es selbst erzeugen kann. Allerdings braucht er für die Erzeugung UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht. Aus diesem Grund mangelt es vielen Menschen auf der Nordhalbkugel im Winter an Vitamin D. Bisher konnte man feststellen, dass spröde Knochen die Folge eines solchen Mangels sind. Den Erkenntnissen der neuen Studie zufolge schadet der niedrige Vitamin D-Spiegel jedoch auch dem Hirn.

Eine bis zu 125 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit

Das Forscherteam um David Llewellyn von der University of Exeter untersuchte die Daten von 1658 Menschen, die durchschnittlich 74 Jahre alt waren (Quelle: spiegel.de). Ältere Studien kamen bereits zum Ergebnis, dass ein Vitamin D-Mangel zu verringerten kognitiven Fähigkeiten führen kann. Hierzu zählen die Gedächtnisleistung, das Lernvermögen und die Wahrnehmung. Nun fanden die Forscher heraus, dass durch den Mangel auch ein größeres Risiko besteht, an Demenz zu erkranken. Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge mangelt es ungefähr 60 Prozent der Deutschen an Vitamin D.

Am Anfang der Studie war keiner der Teilnehmer an Demenz erkrankt. Nach durchschnittlich 5,6 Jahren wurden die Teilnehmer erneut untersucht. Zu diesem Zeitpunkt litten bereits 171 der Teilnehmer an Demenz, 102 von ihnen an Alzheimer. Bei jenen Teilnehmern mit niedrigen Vitamin D-Werten zum Beginn der Studie wuchs die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung um 53 Prozent. Bei jenen mit besonders niedrigen Vitamin D-Werten stieg die Wahrscheinlichkeit sogar auf 125 Prozent. Llewellyn und sein Team waren zwar davon ausgegangen, dass zwischen der Demenz und dem Vitamin D-Mangel ein Zusammenhang besteht, dennoch war die Überraschung über die Ergebnisse der Studie groß: „Der Zusammenhang war doppelt so stark, wie wir erwartet haben.“

Ergebnisse der Studie stimmen hoffnungsvoll

Die Frage die sich stellt, ist ob das Risiko der Demenzerkrankung durch Vitamin D-Tabletten oder eine Ernährung mit Vitamin D-reichem Fettfisch verringert werden kann. Llewellyn gibt zu bedenken, dass man bei einem so frühen Stand der Forschung vorsichtig sein muss. Dennoch stimmen ihn die Ergenisse hoffnungsvoll: „Wenn nur eine kleine Anzahl an Menschen davon profitieren könnte, hätte das – angesichts der verheerenden und teuren Eigenschaften der Demenz – enorme Auswirkungen auf das Gesundheitswesen.“

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