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Geschrieben: 26. August, 2014 in Entspannung | Gesundheit
 
 

Der Schlaf, der ruhig kommen darf

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Wer in der Nacht einen tiefen und erholsamen Schlaf hat, der profitiert davon auch gesundheitlich. Dieser Zusammenhang dürfte vielen bekannt sein. Doch wie sieht es aus, wenn man im Bett liegt und sich einfach keine Müdigkeit einstellt? Als erste Regel gilt: Aufregung vermeiden.




Schlaflosigkeit: Was tun, wenn die Nacht keine Ruhe bringt? Fotoquelle: 123RF

Ist bei einem Handy der Akku so gut wie leer, so schließt man das Gerät einfach an die Steckdose an, bis der Akku wieder aufgeladen ist. Ähnlich verhält es sich mit dem Schlaf: Der Akku-Ladephase gleich, ist unser Immunsystem während der Nachtruhe alles andere als untätig. Beschädigte Zellen werden wieder in Form gebracht, das Wachstum der Muskeln wird angetrieben und Dinge, die wir bei Tag neu gelernt haben, werden weiterverarbeitet und tiefer verankert. Die Dauer unseres Schlafes, der entsprechende Rhythmus und eine mögliche Tendenz zu Störungen hängen eng mit der aktuellen Lebensphase zusammen.

Eine Dreierregel hilft weiter

Bis zu einem bestimmten Grad ist es natürlich, dass der Schlaf nicht immer gleich gut ist. Alltägliche Sorgen und Stress können zu inneren Unruhen führen, was nicht unbedingt schlimm ist. Der Schlafmediziner Dr. med. Michael Feld empfiehlt, die Qualität des eigenen Schlafes mit Hilfe einer simplen Dreierregel zu prüfen: „Wenn Sie öfter als dreimal pro Woche länger als drei Stunden pro Nacht wach sind und das länger als drei Wochen anhält, dann gehen Sie zum Hausarzt oder zum Schlafmediziner.“ (Quelle: fem.com)

Befindet man sich nachts in der Situation, dass das Einschlafen nicht möglich ist, so ist es nicht selten, dass man in diesem unangenehmen Zustand verharrt. Sollten einfache Kniffe gegen die Schlaflosigkeit nicht wirken und auch Entspannungstechniken wie beispielsweise autogenes Training, Meditation, Muskelentspannung nach Jacobsen oder Yoga nicht weiterhelfen, ist es an der Zeit, die Situation umzukehren: Statt sich weiter mit dem Zwang des Einschlafens zu beschäftigen, verzichtet man einfach bewusst auf die Nachtruhe. „Paradoxe Intervention“ wird diese Technik genannt, die darauf abzielt, sich auf etwas anderes zu konzentrieren, um die fehlende Entpannung zu begünstigen und den Druck der Erwartung zu lösen.

Wie man die schlaflose Nacht füllt

Hat man sich dann entschieden, wach zu sein, so gilt es, diese Zeit für sich so angenehm wie möglich  zu gestalten. Ob man nun beruhigende Musik hört oder die Zeit für die Lektüre eines guten Buch nutzt, sei jedem selbst überlassen. Auch Tätigkeiten wie das Schreiben im persönlichen Tagebuch können helfen, Gedanken, die im Kopf herumgeistern, zu lösen. Einfache und monotone Beschäftigungen wie beispielsweise das Bügeln sind oftmals dermaßen beruhigend und anspruchslos, dass die Müdigkeit ganz von alleine kommt. Dr. Feld beschreibt es folgendermaßen: „Wenn der Schlaf nämlich nicht mehr unbedingt kommen muss, sondern wieder kommen darf, dann machen Sie’s ihm wesentlich leichter.“

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