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Geschrieben: 09. Februar, 2015 in Diabetes | Krankheiten von A-Z
 
 

Diabetes mellitus: Wenn der Zucker im Blut bleibt

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Als Diabetes mellitus bezeichnet man eine chronische Stoffwechselkrankheit, die den Blutzuckerspiegel anhebt. Über 382 Millionen Menschen leiden weltweit unter der Erkrankung. Diabetes mellitus ist hauptsächlich in zwei Formen bekannt: Dem sehr raren Diabetes Typ 1 und dem sehr verbreiteten Diabetes Typ 2, der in ungefähr 95 Prozent der Fälle auftritt. Neben diesen Typen treten noch eine Reihe von sehr raren Diabetes-Sonderformen und der Schwangerschaftsdiabetes auf.

Ein gesunder Speiseplan hilft dabei, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, Fotoquelle: 123RF

Im Volksmund wird Diabetes häufig als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet. Diese Bezeichnung geht auf die Tatsache zurück, dass Diabetiker, die keine Behandlung erhalten, mit ihrem Urin Zucker absondern und dieser dann ein süßliches Aroma hat. Mediziner machten sich diese Eigenschaft früher zunutze, um Diabetes festzustellen. Aus ärztlicher Sicht ist der Begriff Diabetes mellitus jedoch die richtige Bezeichnung. Vor allem Betroffene von Typ-1-Diabetes leiden unter großem Durst, übermäßigem Urinieren, Heißhunger und Juckreiz. Häufig fühlen sie sich geschwächt und gegenüber Infektionen sind sie weniger geschützt.

Unterschiede zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2

Wer seinen Blutzuckerspiegel stetig überprüft und auf ein paar Dinge achtet, kann trotz Diabetes ohne Symptome seinen Alltag bestreiten. Diabetes Typ 1 entsteht häufig in der Kindheit oder Jugendzeit und hat ausgeprägte Leiden zur Folge. Bei Diabetes mellitus Typ 1 werden spezielle Zellen (Beta-Zellen) in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) vernichtet, die das Hormon Insulin herstellen. Insulin sorgt dafür, dass Zucker, der über die Ernährung ins Blut kommt, von den Zellen aufgesaugt und aufgebraucht werden kann. Bei einem Mangel an Insulin bleibt der Zucker im Blut, was den  Blutzuckerspiegel erhöht.

Von Diabetes Typ 2 sind hingegen meistens Menschen eines höheren Alters betroffen, was ihm in der Umgangssprache die Bezeichnung „Altersdiabetes“ eingebracht hat. Dies ist aber nicht ganz richtig, denn immer mehr jüngere Menschen und auch Kinder können erkranken. Im Fall von Diabetes Typ 2 produziert die Bauchspeicheldrüse zwar häufig genügend Insulin. Jene Zellen im Organismus, die das Insulin benötigen, um den Zucker aus dem Blut aufzusaugen, verhalten sich  jedoch immer unempfindlicher gegenüber dem Insulin, bis sie es vollständig ignorieren. Auch dieser Typ führt zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

Folgeerkrankungen durch Diabetes mellitus

Ist der Blutzuckerspiegel stetig in einem hohen Bereich, werden die Blutgefäße angegriffen, was in der Folge von Diabetes zu weiteren Krankheiten führt. Zu derartigen Folgeschäden von Diabetes zählen Durchblutungsprobleme der Beine und Füße, Erektionsprobleme, Herzinfarkt, Probleme der Nierenfunktion (diabetische Nephropathie), Schlaganfall und Umwandlungen der Netzhaut (diabetische Retinopathie). Werden aufgrund von Diabetes mellitus Nerven angegriffen, so können Betroffene unter empfundener Taubheit und Gefühlsproblemen leiden.

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