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 Diagnose Brustkrebs - Wie geht es weiter?

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 48.000 Frauen neu an Brustkrebs. Die Diagnose ist zunächst ein großer Schock – wie geht es weiter? Diese Frage bewegt jede betroffene Frau, aber auch ihre Familie. Zunächst einmal ist wichtig zu wissen: diese Diagnose ist kein Notfall! Ruhe bewahren und sich informieren – das sollte der erste Schritt sein. In vielen Regionen Deutschlands gibt es heute bereits Brustkrebszentren, in denen große Erfahrung mit der Behandlung dieser Erkrankung besteht. Hier können Betroffene sich beraten lassen, und die Experten werden für jede Frau die beste Behandlung vorschlagen.

Die Therapie von Brustkrebs ruht auf mehreren Säulen: Operation, Bestrahlung, Chemo- und Hormontherapie. Mehr als zwei Drittel aller Krebserkrankungen können heute brusterhaltend operiert werden, das heißt, die Brust muss nicht amputiert werden. Alle Behandlungsmethoden werden auf den individuellen Fall abgestimmt – wichtige Kriterien dabei sind beispielsweise das Stadium der Erkrankung, das Alter und der Allgemeinzustand der Frau, die biologischen Besonderheiten der Tumorzellen.

Weit mehr als die Hälfte der Patientinnen kann heute dauerhaft geheilt werden. Die Nachsorge ist besonders wichtig, um den Gesundheitszustand immer wieder zu kontrollieren. In der ersten Zeit nach der Operation sollte sich die betroffene Frau in kürzeren Abständen untersuchen lassen. In den Folgejahren können die Kontrollen dann seltener werden. Gesunder Lebensstil und eine positive Einstellung sind wichtig für das Wohlergehen.

Große Unterstützung bieten auch Selbsthilfegruppen: Die Frauenselbsthilfe nach Krebs (www.frauenselbsthilfe.de) ist die größte Krebs-Selbsthilfeorganisation in Deutschland. In mehr als 400 Gruppen werden bundesweit Brustkrebs-Patientinnen betreut. Der Kontakt zu anderen Betroffenen hilft dabei, die Krankheit besser zu verarbeiten. Außerdem können sich die Gruppenmitglieder gegenseitig auch hilfreiche Tipps für den Alltag geben.

Früh erkannt, ist Brustkrebs heilbar. Die Deutsche Krebshilfe ruft daher alle Frauen ab dreißig auf, einmal im Jahr zur kostenlosen Brustkrebs-Früherkennung zu gehen. Darüber hinaus hat jeder die Möglichkeit, sein persönliches Krebs-Risiko in Grenzen zu halten, denn zwei Drittel aller Krebserkrankungen sind auf Faktoren des Lebensstils zurück zu führen. Konkret bedeutet das: Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Sonnenschutz und vor allem Nichtrauchen tragen dazu bei, dass Sie gesund bleiben! Die Deutsche Krebshilfe hält zu diesen Themen umfangreiches Informationsmaterial bereit, das kostenlos angefordert (Postfach 1467, 53004 Bonn) oder im Internet (www.krebshilfe.de) heruntergeladen werden kann. Unter der genannten Adresse gibt es kostenlos auch die umfassende Broschüre „Brustkrebs“.




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