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Geschrieben: 02. August, 2013 in Aktuelles | Ernährung
 
 

Diät der Zukunft – Avatare sollen helfen

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Ein paar Kilos zu viel auf den Rippen, dass ist für die meisten der Grund, eine Diät zu beginnen. Ein kleines Pilotprojekt hat nun einen Blick in die Zukunft geworfen und die These aufgestellt, dass das Abnehmen mit einem Avatar effektiver und einfacher funktioniert, als mit einem Personal Trainer. Wer sich beim Abnehmen quasi selber über die Schulter schauen kann, der nimmt viel leichter ab. Das könnte sogar bei anderen Problembewältigungen helfen.



Unzählige Diäten sind mit dem gehassten Jo-Jo Effekt erfolglos niedergeschlagen worden. Die Motivation ist weit mehr als im Keller. Doch nun hat ein kleines, amerikanisches Forscherteam den Versuch gewagt, eine Diät mit Hilfe eines Avatars durchzuführen. An dieser Stelle nur einmal kurz erläutert, was ein Avatar ist: Dies ist ein Abbild eines real existierenden Menschen in der virtuellen Welt.

Mit Hilfe des Avatar soll vermittelt werden, was es heißt, gesund und bewusst zu essen. Der Avatar zeigt einen nicht  nur, wie groß eine Essensportion sein darf, sondern auch, wie man sich auf einem Laufband bewegt oder was gesunde Nahrungsmittel sind. Damit überhaupt erst einmal Interesse an diesem Programm geweckt wird, boten die Forscher 128 übergewichtigen Frauen an, mit dem Avatar abzunehmen. 90 Prozent der Frauen, die im übrigen keinerlei Spielerfahrung hatten, nahmen den Versuch an. Alle hatte bereits im Jahr zuvor eine erfolglose Diät  hinter sich gebracht.

Mit acht Teilnehmerinnen begann nun das vierwöchige Experiment. Den Avatar passte man optisch an. Haarfarbe, Hautfarbe als auch Figur sollten der Frau ähnlich sein. Menschen könnten sich so einfacher mit dem Avatar identifizieren, als mit einem, der fremd wirkt. Nun kamen die Probanden einmal in der Woche in die Klinik und sahen sich eine 15-minütige DVD mit ihrem Avatar an. Gemeinsam gesetzte Ziele wurden besprochen und schon nach 4 Wochen hatten die Frauen im Durchschnitt 1,6 Kilo abgenommen.

Diese Methode habe großes Potenzial auch in anderen Fachgebieten. Da sind sich auch deutsche Forscher und Experten einig. Zumal sich die Technik rasant weiter entwickelt und die Darstellung der Avatare immer realistischer gestaltet werden kann. Für soziale Phobien, aber auch bei Essstörungen wie Bulimie könnten Avatare die Therapien revolutionieren. Teilnehmerinnen könnten sehen, dass ein gesunder Körper nicht klapper dürr sein muss. Es gibt also reichlich Potenzial und man darf gespannt sein, wie sich diese Form der Therapie auch hier durchsetzen könnte.

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