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Geschrieben: 24. Oktober, 2013 in Aktuelles | Lifestyle
 
 

Doping im Alltag – keine Ausnahme, sondern Standard

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Wer glaubt, dass man Doping nur mit Sport in Verbindung bringen kann, wird nun verblüfft sein. Längst ist in Deutschland die Hemmschwelle soweit gesunken, dass auch im Beruf, Schule oder in der Freizeit zu leistungssteigernden Mittelchen gegriffen wird. Dies geschieht zur Verwunderung vieler Mediziner sogar ganz unverblümt und ohne einen Gedanken daran, welche Folgen dies mit sich ziehen könnte.

Fotoquelle: 123RF

Experten ist diese Entwicklung ein großer Dorn im Auge und sie fordern nun, dass eine derartige Verharmlosung von Dopingmitteln ein Ende haben muss.

Verharmlosung ist das Stichwort

Sei es aus Geltungsgründen, wegen der Coolnis, oder um den eigenen Ansprüchen gerechter zu werden: Freizeitsportler greifen immer öfter zu sogenannten Dopingmitteln. Dazu zählen unter anderem als harmlos angepriesene Nahrungsergänzungsmittel, Schmerzmittel oder auch aufputschende Präparate und Drinks. Diese gibt es oftmals ganz ohne Rezept und auch ohne weitere Schwierigkeiten im gängigen Supermarkt um die Ecke. Das Kuriose an dieser Tatsache ist, dass Medikamentenmissbrauch im Breitensport im Vergleich zum Leistungssport kaum oder gar keine Rolle spielt. Der Trend der „Leistungssteigerung durch diverse Mittelchen“ hat sich mittlerweile so durchgesetzt, dass auch Berufskraftfahrer, Geschäftsführer, Angestellte mit hohen Verantwortlichkeiten oder gar Schüler zu Wachmachern, Energieboostern, Schmerztabletten und Co. greifen, ohne sich überhaupt darüber Gedanken zu machen, welche (Neben)Wirkung diese haben. Große Schuld geben die Experten in dieser Hinsicht auch der Medienwelt: Zunächst würde es propagiert werden, dass man stets perfekt sein müsse und volle Leistung zum Standard zählt und zum Anderen werden in Werbesendungen die leistungssteigernden Präparate als vollkommen ungefährlich angepriesen. Zudem sind diese, wie bereits erwähnt, leicht und schnell erhältlich, ohne jegliche Kontrolle durch medizinisches Fachpersonal.

Es gibt keine definierte Gruppe

Man könnte nun meinen, dass manche Berufsgruppen oder Personen definiert werden können, die dazu neigen Dopingmittel einzunehmen. Laut Experten lässt sich aber dazu keine Aussage treffen. Infolge des immer größer werdenden Leistungsdruckes und der Unkontrollierbarkeit des Erwerbs solcher Medikamente und Mittel kann praktisch jeder Mensch in die Situation geraten solche aufputschenden Präparate in Anspruch zu nehmen. Kritiker haben zudem erkannt, dass schon im Kindesalter etwas schief laufen würde, wenn Jungen und Mädchen vor dem Schulbesuch Vitaminpräparate serviert bekämen. Doch auch bei Generation 60 Plus hat dieser Trend eindeutig zugenommen. Dem Körper wird oft einfach mehr zugemutet, als er im Stande ist zu leisten. Um das Defizit auszugleichen, ist es ein leichtes zu entsprechenden Medikamenten und Mitteln zu greifen. Bei der laufenden Doping-Debatte kristallisierte sich eine Erkenntnis heraus: Es müsse vielmehr Aufklärung betrieben werden und doch reiche das allein nicht aus, denn es fehle auch das Umdenken der Menschen in Deutschland. Es ist wichtig, dass dieser Drang wegfällt immer der „Erste“ oder der „Beste“ sein zu wollen. Auch hier geht ein deutlicher Appell an die Medienwelt, welche diesen Perfektionismus nicht noch einmal verstärken und propagieren dürfen.

Eine genaue Zahl derer, die regelmäßig dopen lässt sich nicht treffen. Hinzu kommen natürlich die Menschen, die auf illegale Präparate zurückgreifen und sich somit nicht erfassen lassen. Gerade deshalb sei es umso mehr wichtiger Präventionsmaßnahmen zu ergreifen und den Menschen klar zu machen, dass sie sich in erster Linie selbst – nämlich an der eigenen Gesundheit – betrügen.

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