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Geschrieben: 18. April, 2016 in Anzeige | Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Ein Leben ohne Rückenschmerzen: Wie Eltern Haltungsschäden beim Nachwuchs vorbeugen


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Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. Waren sie in den beiden Jahrhunderten zuvor noch weitestgehend unproblematisch, werden heute immer mehr Menschen von den Schmerzen geplagt – darunter auch Kinder und Jugendliche. Ein ernst zu nehmendes Zeichen für Eltern, die vorbeugen müssen.

Schätzungen zufolge leidet jeder dritte Deutsche unter Rückenschmerzen. Menschen im Alter von 30 bis 50 Jahren sind besonders häufig betroffen. Die Ursache ihres Leidens beginnt in vielen Fällen viel früher – in der Kindheit. Unabhängig von der Ursache leiden alle Betroffenen unter demselben Problem: Sie haben viele Fehltage und mit steigenden Schmerzen wächst ihre Arbeitsunfähigkeit. Damit es nicht erst so weit kommt, liegt es bei den Eltern, Haltungsschäden bei ihren Kindern frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. Besser ist es, dafür zu sorgen, dass Haltungsschäden gar nicht erst entstehen.

Alles eine Frage der Bewegung

Laut Dr. Wolfgang Grebe sind Rückenschmerzen eine natürliche Entwicklung der sich verändernden Lebensbedingungen der Menschheit. Gemeint sind Tätigkeiten, die überwiegend sitzend ausgeführt werden, Bewegungsmangel und Übergewicht. Gemeinsam beeinflussen sie den menschlichen Körper und fügen ihm Schaden zu.

Alle drei Probleme belasten nicht nur Erwachsene, sondern Kinder: Sie sitzen bis zu neun Stunden am Tag, zunächst in der Schule, dann zu Hause am Schreibtisch und abschließend abends vor dem Computer. Bewegungsmangel entsteht dadurch, dass viele Kinder und Jugendliche lieber auf dem Smartphone herumspielen, als draußen in der Natur. Diese beiden Faktoren führen in vielen Fällen zu Übergewicht. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind 15 Prozent der drei- bis 17-jährigen Kinder in Deutschland übergewichtig.

Von den drei Faktoren lässt sich der Bewegungsmangel leicht lösen. Experten zufolge sollten sich Kinder im Grundschulalter mindestens zwei Stunden pro Tag bewegen. Ob sie auf dem Spielplatz toben, mit den Eltern einer Sportart nachgehen oder in einem Verein sind, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass ihnen die regelmäßige Bewegung nicht fehlt. In vielen Haushalten ist der Bewegungsmangel durch die Situation der Eltern zu begründen. Wenn beide Seiten berufstätig sind und nach dem Arbeitstag keine Zeit oder Lust haben, sich sportlich oder spielerisch mit dem Kind zu betätigen, fällt die Aktivität des Nachwuchses aus. Diese Eltern sind beraten, ihr Kind zumindest in einem Verein anzumelden.

Ergonomisch geformte Schulranzen

Bewegungsmangel ist nicht das einzige Problem, welches Menschen in ihren frühen Lebensjahren plagt. Eltern wird beim Anblick ihrer Grundschulkinder mulmig, wenn sie mit dem großen Ranzen am Rücken den Weg zur Schule antreten. Über das Ranzengewicht herrschen unter Experten Unstimmigkeiten. Einer Studie der Universität des Saarlandes zufolge ist das Gewicht nicht das zentrale Problem dieser Produkte, sondern ihre Ergonomie.

Die Experten von schulranzen.net, denen die Gesundheit von Schulkindern wichtig ist, empfehlen die Schulranzen der Marke Ergobag. Die Produkte des Herstellers sind ergonomisch geformt und verwenden ein mitwachsendes Trägersystem, welches auf dem Ergonomiekonzept von Trekkingrucksäcken beruht. Diese Rucksäcke besitzen folgende Elemente:

  • gepolsterte, verstellbare Träger
  • Brustgurt
  • Beckengurt

Viele Schulranzen besitzen verstellbare, gut gepolsterte Träger sowie einen Brustgurt. Diese beiden Komponenten reichen aber nicht aus. Wie Wanderer wissen, muss man das Gewicht auf das Becken verteilen. Diese Aufgabe übernimmt der Beckengurt, den nur wenige Schulranzen besitzen.

Damit diese drei Elemente korrekt funktionieren, müssen Eltern ihren Kindern beibringen, wie der Schulranzen korrekt justiert wird. Der Nachwuchs muss eine Routine entwickeln, damit er nicht auf den Brust- und Beckengurt verzichtet:

  1. Beckengurt auf Hüfthöhe ziehen, anschließend schließen und fixieren
  2. Schulterträger festziehen
  3. Brustgurt schließen

Auf diese Weise wird ein perfekter Sitz der Schultasche garantiert und der Großteil ihres Gewichtes liegt auf dem Beckenbereich.

Die korrekten Schuhe auswählen

Wenn der Ranzen perfekt sitzt und das Gewicht ideal auf den Körper verteilt, können Eltern ihren Nachwuchs beruhigt zu Fuß zur Schule schicken. Wäre da nicht das Problem mit den Kinderschuhen. Der Rückenexperte Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, Bruder des Sängers Herbert Grönemeyer, setzt sich dafür ein, dass Eltern das passende Schuhwerk für ihre Kinder aussuchen. Der Grund: Unpassende Schuhe führen seiner Ansicht nach zu Rückenschmerzen.

Grönemeyers Stiftung befragte 500 Mütter zum Kauf von Kinderschuhen. Mehr als jede zweite Mutter (59 Prozent) gab an, die Schuhe mit der Daumenprobe zu überprüfen. Diese Methode ist weit verbreitet, aber äußerst unzuverlässig.

Die Probleme der falschen Schuhwahl werden erst später bewusst. Obwohl 98 Prozent aller Menschen mit gesunden Füßen zur Welt kommen, hat fast jeder zweite Erwachsene Fußprobleme. Laut Grönemeyer ist die Schuhwahl bei Kindern aus dem Grund wichtig, weil eine eingeschränkte Fußbeweglichkeit – ausgelöst durch zu große oder kleine Schuhe – die Beine und den Rücken bis hin zum Kopf negativ beeinflussen kann.

Als Präventionsmaßnahme hat der Rückenexperte eine Aktion gestartet und bringt WMS-Fußmessgeräte in Kitas in ganz Deutschland. Das Gerät misst nicht nur die korrekte Schuhgröße, indem es nicht nur die Fußlänge und -weite ermittelt, sondern auch das Abrollen und Wachstum der Füße berücksichtigt.

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