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Geschrieben: 01. Juni, 2013 in Reiseapotheke
 
 

Eine Reiseapotheke gehört in jedes Reisegepäck!

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Die Sommerferien stehen vor der Tür. Endlich Ferien, endlich Urlaub! Die lang herbei gesehnte schönste Zeit im Jahr beginnt. Die Euphorie ist groß, die Koffer sind schnell zusammengepackt. Doch sollten auf der Zielgerade des schon lange gebuchten Urlaubs auch die nötigen Vorsichtsmaßnahmen nicht fehlen!




Bei Fernreisen: Impfschutz überprüfen

Schon Wochen vor dem Reiseantritt sollte abgeklärt werden, ob für das Reiseziel spezielle Impfungen oder Prophylaxen erforderlich sind. Eine professionelle Impfberatung durch einen Reisemediziner ist hier zu empfehlen. Dieser ist über die Risiken der einzelnen Reiseziele informiert und berät bezüglich notwendiger Impfungen. Gerade bei Fernreisen in tropische und subtropische Regionen drohen gefährliche Infektionskrankheiten wie Gelbfieber und Malaria. Auch die in den westlichen Ländern weitgehend ausgerotteten Infektionskrankheiten wie Masern, Typhus, Tetanus und Poliomyelitis finden sich in diesen weniger entwickelten Ländern. Daher sollte auch der Impfschutz für diese Krankheiten abgeklärt und falls nötig aufgefrischt werden. Die Zusammenstellung einer Reiseapotheke Neben einer dem Klima des Urlaubsziels angepassten Kleidung gehört auch eine Reiseapotheke mit ins Gepäck. Unverzichtbar ist sie bei einer Reise mit Kindern! Auf die häufigsten Notfallsituationen sollten man mit Medikamenten und Verbandsmaterial aus der Reiseapotheke reagieren können.

Zu aller erst sind alle regelmäßig eingenommenen Präparate in ausreichender Dosierung für die Reise einzupacken. Nicht in jedem Urlaubsland ist die medizinische Versorgung so entwickelt wie in Deutschland. Dortige Apotheken haben oft nicht das gleiche Präparat in ausreichender Dosierung vorrätig. Zwar sind viele Medikamente im Ausland billiger, doch ist zu bedenken, dass die Qualitätsanforderungen an Medikamente in vielen Ländern wesentlich niedriger angesetzt sind. Vor allem außerhalb Europas finden sich viele Medikamentenfälschungen, die nicht nur andere Dosierungen enthalten, sondern sogar gesundheitsschädlich sein können!

Chronisch erkrankte Menschen wie Allergiker sollten ihre Notfallmedikamente für anaphylaktische Schocks immer bei sich tragen. Bei Reisen mit Zeitverschiebungen ist es nötig, genau zu rechnen. Denn bei Medikamenten, die zu einem festen Zeitpunkt eingenommen werden sollten, kann es zu Beeinträchtigungen der Wirkung kommen. Für die Reiseapotheke sollten nur Medikamente ausgewählt werden, die sich beim Konsumenten bewährt haben. Generell sollte die Reiseapotheke schon einige Wochen im Voraus gepackt werden. Wichtig ist dabei die Kontrolle des Verfalldatums der Medikamente. Zusätzlich zu den individuell abgestimmten Medikamenten gehören einige allgemein notwendige Medikamente und Verbandsmaterialien in die Reiseapotheke. Wie schnell ist es passiert, eine scharfe Muschel hat sich im weichen Sandstrand in die Fußsohle gebohrt oder man schneidet sich eine kleine Wunde in die Haut. Hier ist eine sofortige Wunddesinfektion von Nöten, ein Desinfektionsmittel sollte daher in keiner Reiseapotheke fehlen! Zudem benötigt man in dieser Notfallsituation Verbandsmaterial. Um die entstandene Wunde nach der Desinfektion vor Schmutz zu schützen, gehören Pflaster, sterile Wundkompressen, Mullbinden, elastische Binden, Klebeband, eine Schere, sowie eine Splitterpinzette und ein Dreieckstuch griffbereit in die Tasche der Reiseapotheke. Eine Wund- und Heilsalbe hilft verletzten Hautstellen bei der Regeneration.

Um in Ländern mit Malariagefahr seine Körpertemperatur kontrollieren zu können, ist vor allem hier ein nicht zerbrechliches Fieberthermometer notwendig.
Schmerz– und Fiebermittel (wie Aspirin und Paracetamol), gehören weiterhin in jede Reiseapotheke. Bei diesen Schmerzmitteln ist wieder darauf zu achten, nur schon mehrfach genommene und dadurch als wirksam erachtete Medikamente einzupacken. Gerade Kautabletten eignen sich für die Einnahme unterwegs besonders gut.

Auch vor einer Erkältung ist man im Urlaub in warmen Gefilden nicht gefeit. Diese Gefahr wird häufig in klimatisierten Hotelzimmern unterschätzt. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Ärzte auch dazu raten, abschwellende Nasentropfen und Hustenmittel in die Reiseapotheke für den Sommerurlaub zu packen. Bei Menschen, die das Reisen mit Auto, Bus oder Schiff schlecht vertragen, sollte an ein Medikament gegen diese Reiseübelkeit gedacht werden. Schon vor Fahrtbeginn kann dieses Präparat in ausreichender Dosierung eingenommen werden. Bei rasch auftretender Übelkeit können schnell wirksame Kaugummi-Präparate weiterhelfen.

Besonders in südlichen Ländern muss mit Durchfallerkrankungen und Erbrechen gerechnet werden. Präparate gegen Erbrechen und gegen Durchfall sind daher unverzichtbar in einer Reiseapotheke. Um sich vor diesen Infektionen zu schützen, sollte man ein paar wichtige Grundregeln der Lebensmittelhygiene beachten. „Peal it, boil it, cook it or forget it“ (Schäle es, koche es, brate es oder vergesse es) ist ein sehr eingängiger Spruch.

In eine Reiseapotheke gehören ebenfalls Sonnenschutzmittel, Mittel zur Insektenabwehr und gegen Juckreiz (bei Insektenstichen und Sonnenbrand).
So können Sie die schönsten Wochen im Jahr ohne Bedenken genießen!
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