0
Geschrieben: 23. März, 2009 in Diabetes | Sexualorgane | Stoffwechsel
 
 

Erektile Dysfunktion ist kein Schicksal und erst Recht kein Grund zur Panik!

CCP01_0057Lo
CCP01_0057Lo
Man kann ruhig darüber sprechen: Viele Männer haben es – die wenigsten sprechen offen darüber: Die Erektile Dysfunktion, wie es im Medizinerdeutschen heißt. Dieses Beschwerdebild zeichnet sich dadurch aus, dass die Betroffenen zeitweise nicht in der Lage sind den Geschlechtsverkehr auszuüben, da sich der Penis nicht versteift. Es ist keineswegs eine Frage des Alters – oft sind auch schon junge, dynamische Männer davon betroffen.

Es kann sein, dass es nur eine kurzfristige Störung ist, treten die Beschwerden aber länger als 6 Monate auf und bleiben etwa 70% der Geschlechtsverkehrversuche erfolglos, so spricht man von einer erektilen Dysfunktion. Die Ursachen können mannigfaltig sein: Prostatabeschwerden oder –erkrankungen, Operationsfolgen, Durchblutungsstörungen aufgrund von verplaqueten Gefäßen in Folge von erhöhten Blutfetten, Stress, emotionale Balanceschwierigkeiten, Diabetes mellitus, Blutdruckanomalien. Dies ist aber nur eine kleine Auswahl von möglichen Ursachen.So manch einer greift in seiner Verzweiflung verschämt zu Medikamenten aus dem Internet um die alte Potenz wiederherzustellen. Jedoch kann dies bei unerkannten, bzw. nicht ausreichend therapierten  Erkrankungen zum Teil fatale Folgen haben. Hier ist Eigenverantwortung und Verantwortung dem Partner gegenüber gefragt.Erektile Dysfunktionen sollten kein Tabuthema sein, denn schließlich kann man davon ausgehen, dass fast jeder zweite Mann einmal für eine gewisse Zeit in die Lage kommt, zu den Betroffenen zu gehören. Und etwa 20% der männlichen Bevölkerung haben das Problem längerfristig. Ein ehrliches, partnerschaftliches Gespräch ist die Grundvoraussetzung um die Krise zu meistern. Wenn es mit der Kommunikation nicht so ganz klappt, kann auch ein Psychotherapeut hilfreich und vermittelnd zur Seite stehen.Sollten körperliche Beschwerden und Operationsfolgen die Ursache für das fehlende Versteifen des Penises sein, so kann die moderne Medizin kleine Wunder vollbringen. Oft sind Diabetiker von diesem Beschwerdebild betroffen, da sich die Zuckermoleküle an den Gefäßwänden absetzen und so den Blutdurchfluss minimieren. Auch die Reizweiterleitung der Nervenimpulse zum Gehirn kann durch die blockierten Nervenendigungen negativ beeinflusst sein.

Erektile Dysfunktionen sind auf alle Fälle eines: Ein Warnsignal. Sie signalisieren, dass eine medizinische Abklärung unbedingt erfolgen sollte. Das kann vom
Ultraschalldoppler, über eine Blutanalyse, ein EKG oder vielleicht sogar bis zu einer Kernspintumographie gehen. Ihr Arzt wird die für Sie passende Untersuchung kennen. Ein Urologe ist sicherlich qualifiziert für Ihr Anliegen. Sie können nichts falsch machen – außer zu schweigen und den Kopf in den Sand zu stecken.

Erektile Dysfunktionen sind keine Püfung für die Liebe, sondern eine Chance. Eine Chance, die Herausforderung gemeinsam zu meistern, neue Seiten an sich und dem Partner zu entdecken und lieben zu lernen, neue Liebespraktiken zu erproben. Neben pharmazeutischen Erzeugnissen, welche von Ihrem Therapeuten verordnet werden,  kann man unter Umständen auch einen operativen Eingriff in Erwägung ziehen, wenn Blutgefäße und Nerven im Glied schon massiv geschädigt sein sollten. Aber auch mechanische Hilfsmittel wie Vakuumpumpe und Penisring können wieder zu neuem Liebesglück verhelfen.

Print Friendly, PDF & Email
War dieser Artikel hilfreich? Bewerten Sie Ihn.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 bewertungen, duchschnittlich: 5,00 out of 5)
Loading...