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Geschrieben: 14. Oktober, 2014 in Erkältung | Krankheiten von A-Z
 
 

Erkältungen: Was man mit Hausmitteln bewirken kann

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Landläufig heißt es, dass eine Erkältung mit Arzt sieben Tage andauert, ohne Arzt eine Woche. Auch Mediziner empfehlen, eine Erkältung nicht einfach mit Arznei“wegzufegen“. Im Herbst und Winter sind in den Wartezimmern der Ärztepraxen wieder vermehrt Menschen, die erkältet sind. Arznei ist für sie im Grunde überflüssig, da der Körper die Erkrankung meist selbst eindämmen kann.

Hausmittel können den Körper beim Kampf gegen Erkältungen unterstützen, Fotoquelle: 123RF

Peter Walger vom Berufsverband Deutscher Internisten erklärt: „Erkältungsinfekte dauern meist etwa sechs Tage.“ (Quelle: welt.de) Ungefährlich sind sie meistens, dennoch aber lästig. Viele Erkrankte sind von Hausmitteln überzeugt: Dampfbäder, Gurgeln, Hühnersuppe und Zwiebelsäckchen ans Ohr legen. Eine Ansteckung durch einen Virus können sie nicht heilen. „Ich rate meinen Patienten dennoch zu solchen Mitteln, denn so unterstützt man den Körper und lindert Symptome“, erläutert Hans-Michael Mühlenfeld vom Deutschen Hausärzteverband.

Wie man eine Erkältung gründlich eindämmt

Was zahlreiche Hausmittel gemeinsam haben: Sie sorgen für neue Flüssigkeit nach dem Schwitzen. Zusätzlich werden die Schleimhäute angefeuchtet, wodurch diese gegen Erreger geschützt werden ihre Wärme für eine bessere Durchblutung einsetzen können. Tee, insbesondere Lindenblütentee treibt die Schweißproduktion kräftig an. Die zugeführte Wärme unterstützt den Körper darin, seine Temperatur anzuheben, was die Bekämpfung der Erreger erleichtert. Mühlenfeld empfiehlt: „Salbei unterstützt die Schleimhautoberfläche, ihr natürliches Milieu wiederherzustellen und so die Viren loszuwerden.“

Einen unpassenden Zusatz in das dampfende Wasser zu geben, davon hält der Hausarzt wenig. Der Zusatz sollte sich nach den Symptomen richten. Teeaufguss mit Thymian ist gut gegen Hustenreiz. Kamille hat eine austrocknende Wirkung, was bei trockenem Husten die falsche Wahl ist. Mühlenfeld empfiehlt: „In dem Fall sollte man Salbei oder Kochsalz hinzugeben.“ Ist der Husten schleimig, so sollen Efeuextrakte gut wirken. Ist die Mischung nach dem Inhalieren wieder kühl, kann sie zum Gurgeln weiterverwendet werden. Auf diese Weise wird der Rachen mit Flüssigkeit belegt  und die ätherischen Öle kommen ohne Umweg an die Oberfläche der Schleimhaut. Mentholbeigaben wie Pfefferminzöl kann der Erkrankte auf ein Taschentuch träufeln und sich vor die Nase halten.

Vorsicht bei manchen Erkältungsmitteln

Kampfer und Menthol sind ätherische Öle, die man bei Kleinkindern und Säuglingen nicht im Gesicht auftragen sollte. Dadurch können allergische Rückwirkungen wie Atemstillstand oder Krämpfe aufgelöst werden. Die höhere Durchblutung der Schleimhäute durch Erwärmung und die Befeuchtung unterstützen, dass aus Bronchien oder Nase mehr Sekret entweicht. „Das Sekret schützt“, erläutert Walger. „Zudem wird der Organismus mit dem vermehrten Sekret kranke, befallene Zellen los.“ Bei großen Hals- oder Kopfleiden sind Tabletten mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol hilfreich. Bei einer gängigen Grippeinfektion sind Brühe, Inhalation und Tees am besten. Kommt es nach ein paar Tagen zu starkem Fieber oder geht es dem Erkrankten merklich schlechter, statt  dass er, wie im Normalfall, ab dem vierten Tag eine Verbesserung spürt, so ist ein Arztbesuch ratsam.

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