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Geschrieben: 07. März, 2006 in Gesund essen | Krebsvorsorge
 
 

Ernährung und Krebsvorbeugung

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Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde: die Ernährung. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich seit gut 20 Jahren zunehmend mit diesem Thema. Dabei geht es unter anderem um die Frage: Haben Menschen, die sich unterschiedlich ernähren, ein un-terschiedliches Risiko, an Krebs zu erkranken? Wird diese Frage mit „ja“ beantwortet, dann kann man umgekehrt auch folgern: Für bestimmte Krebsarten lässt sich das Risiko verringern, wenn die Menschen bei ihrer Ernährung bestimmte Grundsätze beherzigen.

Die wissenschaftlichen Zusammenhänge sind äußerst kompliziert, und immer wieder tauchen neue Aspekte auf. Manche Ernährungsempfehlungen, die gestern versprachen, das Krebsrisiko senken zu können, werden morgen widerlegt. Berichte in der Presse mit wechselnden „wissenschaftlich nachgewiesenen“ Aussagen verunsichern die Menschen. Ganz allgemein lässt sich folgendes sagen: Es gibt keine Ernährung, die eine Krebserkrankung mit Sicherheit verhindern kann. Allerdings können Sie Ihr so genanntes Basisrisiko, an Krebs zu erkranken, durch eine vollwertige Ernährung und ausreichend Bewegung senken. Drittes „Standbein“ ist ein normales Körpergewicht. Bei einer solchen Lebensweise würden jedes Jahr viele tausend Menschen weniger an Krebs erkranken.

Besonders wichtig sind die Eltern als Vorbild. Denn Kinder lernen durch Nachahmung und behalten einmal erlernte Verhaltensmuster oft ihr Leben lang bei. Wer seinen Kindern also einen guten Start ins Leben ermöglichen will, lässt ihnen eine gesunde Lebensweise durch tägliches (Er-)Leben zur Selbstverständlichkeit werden.

Unsere Empfehlungen in Kürze:

Bei der Ernährung kommt es vor allem auf das Ernährungsmuster an: also was Sie essen und in welcher Menge – und wie Sie die Nahrung zubereiten.

  • Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, mindestens 650 g pro Tag, am besten der Saison entsprechend. Essen Sie Obst und Gemüse fünfmal am Tag, auch als Zwischenmahlzeiten.
  • Essen Sie wenig Fleisch, etwa zwei bis drei kleine Portionen pro Woche. Gehen Sie mit Wurst sparsam um. Braten Sie Fleisch nicht scharf an. Essen Sie ein- bis zweimal pro Woche Fisch.
  • Essen Sie wenig Fett und fettreiche Lebensmittel, vor allem möglichst wenig tierische Fette. Verwenden Sie gute Pflanzenöle wie Oliven- oder Rapsöl.
  • Nehmen Sie ausreichend Ballaststoffe durch Obst, Gemüse und Vollkornprodukte (zum Beispiel Vollkornbrot, -nudeln, Naturreis) zu sich.
  • Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag, am besten Wasser und kalorienarme Getränke.
  • Trinken Sie wenig und vor allem nicht täglich Alkohol: Männer höchstens 20 Gramm, Frauen höchstens 10 Gramm Alkohol pro Tag (10 g Alkohol sind enthalten in: 125 ml Wein oder 250 ml Bier.).
  • Rauchen Sie nicht.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht. Vermeiden Sie Übergewicht. Nehmen Sie nicht mehr Energie zu sich, als Sie verbrauchen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig und täglich.
  • Verwenden Sie nur einwandfreie Lebensmittel, werfen Sie verschimmelte Nahrungsmittel weg.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Erleben Sie Essen als Gaumenfreude und als Ereignis mit sozialer Funktion: der Tisch als Treffpunkt.

Die Deutsche Krebshilfe bietet kostenlos die ausführliche Broschüre „Gesunden Appetit!“ an. Bestellen Sie den Ratgeber (Buschstr. 32, 53113 Bonn) oder laden Sie sich den Text aus dem Internet (www.krebshilfe.de) herunter.

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