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Geschrieben: 21. November, 2013 in Arthrose | Gelenke | Krankheiten von A-Z
 
 

Facettensyndrom – Wirbelgelenkarthrose: Ursachen und Symptome

Facettengelenksinnervierung
Facettengelenksinnervierung
Ganz typisch für das Facettensyndrom (Wirbelgelenkarthrose), sind auftretende Rückenschmerzen bei langem Stehen, Sitzen oder Liegen. Zudem klagen betroffene Personen häufig über Beschwerden beim Aufstehen.



Fotoquelle: (c) joimax, Entzündetes Facettengelenk

Fragt man Menschen, die unter dem Facettensyndrom leiden, wo es schmerzt – lautet die Antwort in aller Regel, dass der Kreuzbereich akut betroffen sei. Oftmals kommt ein Ausstrahlen über das gesamte Gesäß hinzu, was die Erkrankungen umso schmerzhafter gestaltet. Zudem ist es möglich, dass sich der Schmerz bis in die Leistengegend und in den Bereich der Oberschenkel ausweitet.

Ursachen für das Facettensyndrom

Gerade am Morgen, nach dem vermutlich erholsamen Schlaf, fällt vielen Betroffenen das Aufstehen sehr schwer.  Ursache für das Auftreten der Wirbelgelenkarthrose ist nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen die dauerhafte und häufige Überbelastung der Wirbelsäule. Dabei werden nicht nur Bandscheiben geschädigt, sondern eben auch die Wirbelgelenke stark beansprucht und dementsprechend abgenutzt.  Beschäftigt man sich weiter mit der Thematik, so wird man schnell auf den Begriff „Facetten“ stoßen – so werden die Wirbelinnenflächen gezeichnet. Schnell erklärt sich somit die Namensgebung für das Syndrom. Häufig tritt die Wirbelgelenkarthrose erst im höheren Alter eines Menschen auf und hängt mit den körperlichen Verschleißerscheinungen, aber auch mit dem degenerativ bedingten Wirbelgleiten zusammen.  Das Fatale an der Erscheinung ist, dass Knorpel immer mehr abgenutzt wird und der Körper diesen Wegfall mit Knochenanbau ersetzt. Dies führt wiederum zur Vergrößerung der Gelenksfacetten.

Wie kann man diese Erkrankung feststellen?

Zunächst sollte man bei entsprechenden Symptomen einen Arzt kontaktieren. Dieser wird in aller Regel weitere Schritte veranlassen. Nicht selten sind hierfür Röntgenaufnahmen mit Funktionsaufnahmen der Lendenwirbel notwendig. Zudem holt man sich durch Computertomographiebilder (CT) und Magnetresonanztomographieaufnahmen (MRT) meist die Bestätigung für die vermutete Diagnose ein. Nach erfolgter Diagnose gilt es natürlich Linderung herbeizuführen.  In erster Linie spielt die Schmerzmedikation hier eine große Rolle.  Jedoch zeigen diese nicht immer den gewünschten Erfolg, weshalb auch eine OP in Betracht gezogen werden könnte. Dies ist natürlich nur in Absprache mit fachkundigen Ärzten und nach ausführlicher Behandlung und Diagnose anzuraten. In einigen Fällen ist die Wirbelgelenksarthrose schon so weit vorangeschritten, dass eine Linderung der Beschwerden nur sehr eingeschränkt möglich ist. Patienten berichten zudem häufig davon, dass auch die Medikation nur vorübergehende Abhilfe schafft.

 

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