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Geschrieben: 07. Dezember, 2005 in Haut-Haare-Nägel
 
 

Fingernägel – Funktionen und Wachstum

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Fingernägel schneiden kann sehr zeitraubend sein. Doch warum haben wir sie überhaupt? Haben Sie schon einmal versucht mit den bloßen Fingerkuppen etwas abzukratzen? Sie werden massive Probleme bekommen, das können wir Ihnen versprechen.

Genau hier kommen ihre Fingernägel ins Spiel. Diese Platten, die sich an den Oberseiten der Finger- und Zehen befinden, dienen einerseits zum Schutz ihrer Kuppen, sind aber primär von der Natur dazu erkoren worden, dem Menschen bei Griff- und Kratzfunktionen zu helfen. Ist der Nagelwuchs gesund werden Sie sich wundern, welche Kraft dieser ausüben kann. Das kommt daher, da er mit Dermis (Lederhaut) verbunden ist, die wiederum mit dem Periost (Knochenhaut) der darunter liegenden Knochen verbunden ist. Die Fettschicht, die normal zwischen Lederhaut und Knochen liegt, fehlt hier. Deshalb ist dieser Teil des Körpers auch sehr sensibel, aber nur, wenn der Nagel fehlt. Wie empfindlich dieser Teil ist, werden Sie spätestens dann merken, wenn sie sich unabsichtlich einen Fremdkörper unter den Nagel schieben. Von Selbstversuchen raten wir aber dringend ab. Auch wenn ein Nagel nicht so aussieht: Er besteht aus 100 bis150 unregelmäßig übereinander geschichteten Lagen von Hornzellen, die normalerweise zwischen 0,5 und 0,7 mm stark sind. Bei der Pflege ist Ihnen sicher schon aufgefallen, dass Sie die Nägel an Ihren Fingern öfter schneiden müssen, als an Ihren Füßen.

Das liegt daran, dass die verschiedenen Nägel tatsächlich unterschiedlich schnell wachsen. Während menschliche Fußnägel nur einen Millimeter pro Monat wachsen, benötigen Fingernägel im Schnitt dafür nur eine Woche Am schnellsten wächst übrigens der Nagel am Mittelfinger. Der am langsamsten wachsende ist der Daumen. Die Biologie vermutet, dass dieser Umstand damit zusammenhängt, dass die Fingernägel einer stärkeren UV-Strahlung ausgesetzt sind. Doch warum wachsen die Nägel überhaupt? Ursache für das Nagelwachstum sind Verhornungsprozesse tief hinter dem Nagelfalz. Das verhornte Keratin wird dabei langsam nach vorne geschoben.

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