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Geschrieben: 30. September, 2013 in Aktuelles | Sport & Bewegung
 
 

Fitnessmythen: Sehr „unfitte“ Fitness-Ansichten

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Früh morgens raus, am besten vor dem Frühstück und komplett „nüchtern“ (rein von der Ernährung her!) eine Runde Joggen. Denn unter diesen Voraussetzungen steigt die Fettverbrennung, mehr Kalorien gehen über den Jordan und man nimmt stärker ab, als wenn man nach dem Frühstück mit vielen Kohlenhydraten losläuft.


Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention erklärt hierzu:“ Dieses Phänomen ist zwar mit Studien belegt, aber es lässt nicht den Rückschluss zu, dass ein solches Training auch zu einer höheren Gewichtsreduktion führt.“

Ein intensives Training ist auf nüchternen Magen nicht im gleichen Umfang möglich, wie es bei anderen Tageszeiten mit vorangegangener Mahlzeit durchgeführt wurde. Der Energieverbrauch ist niedriger, weil die Intensität des Trainings nicht in vollem Umfang ausgenutzt wird. Laut Sportmedizinern besteht sogar noch eine zusätzliche Gefahr: Ohne ausreichende Reserven durch eine vorherige Mahlzeit kommt es relativ schnell zu einer Unterzuckerung. Wer wirklich auf sein Gewicht achten will, sollte lieber die persönliche Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit verbessern.

Die Unterschiede machen den Unterschied

Wer mit Sport abnehmen will, sollte eher auf möglichst regelmäßiges und unterschiedlich intensives Training achten bzw. Wert darauf legen. Laut Sportmedizinern kommt es sowieso mehr auf die Gesamtzahl der verbrauchten Kalorien an, als auf den Anteil der Fettverbrennung gemessen an der aufgebrachten Gesamtenergie.

Ein bedeutungsvolles „Mein Knie“ als Grund für das Sitzenbleiben auf der Couch lassen sie auch nicht mehr so pauschal gelten: „Das Kniegelenk ist ein dynamischer Körperteil, der auf Reize mit Anpassung reagiert, meint Winfried Banzer vom Institut für Sportwissenschaften an der Goethe-Unversität in Frankfurt am Main.

„Es liegen wissenschaftliche Hinweise vor, dass Joggen das Kniegelenk stärkt und vitaler macht. In einer der bis dato größten Studie zum Zusammenhang von Joggen und Kniearthrosen fanden die Forscher gerade bei denen, die am meisten laufen, das niedrigste Arthrose-Risiko.“

Keine Angst vorm Verdursten

Viele Freizeitsportler haben Angst, während des Sports viel zu wenig Flüssigkeit aufzunehmen, daher lassen sie lieber in ihren Augen schwierige Übungen. Gerade bei Marathonläufern als auch bei den wesentlich schnelleren Sprintern ist der Flüssigkeitsverlust deutlich zu bemerken. Deren Empfehlung: Ein jeder sollte nach seinem eigenen Gefühl trinken und sich bloß keine „Regeln“ oder „Tricks“ aufschwatzen lassen. Wenn Sie Durst haben, trinken Sie. Hören Sie auf Ihren Körper, er weiß es in diesem Fall besser!

Nur drei Sit-Ups am Tag und Sie haben einen Waschbrettbauch!

Mehr als ein mitleidiges Lächeln können seriöse Sportmediziner einer solchen Werbebotschaft nicht abgewinnen. Was wäre das für eine Welt: Nur ein paar Übungen im Liegen und nach wenigen Wochen sehen wir aus wie Adonis, kein überflüssiges Polster mehr an den Hüften zu sehen. Aber es ist leider wahr: Für eine erhebliche und auch sichtbare Fettreduktion steht jedem eine relativ lange Arbeit bevor, mit möglichst vielen und großen Muskelgruppen.

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