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Geschrieben: 04. April, 2016 in Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Phänomen Frühjahrsmüdigkeit und was man dagegen tun kann

fruehjahrsmuedigkeit
fruehjahrsmuedigkeit
Frühjahr. Plötzlich grünt und blüht es überall, die Natur erwacht und sprießt – nur der Mensch macht schlapp. Die ersten Sonnenstrahlen sollten eigentlich für gute Laune und Motivation sorgen, doch das Gegenteil ist der Fall. Fast jeder kennt das Gefühl von Schlappheit, Antriebslosigkeit und Gereiztheit. Im Kopf hämmert es und die Laune ist mies. Wir können uns nicht konzentrieren und fühlen uns lustlos.

Etwa jeder zweite Deutsche leidet unter der Frühjahrsmüdigkeit. Weshalb nun ist der Frühling so anstrengend?

Schuld daran sind weder Viren noch Bakterien. Verantwortlich für die Schlappheit ist wie immer das Wetter. Es schlägt Kapriolen und weiß nicht so recht, was es will – mal ist es eisiger Winter mit Schnee- und Graupelschauer, mal frühlingshaft warm. Dieser ständige Wechsel belastet unseren Organismus. Nicht nur wetterfühlige Menschen reagieren darauf mit Kopfschmerzen oder Gereiztheit. Unser Körper stellt sich nämlich im Frühjahr um, genauso wie die Natur sich „erneuert“.

Das Licht spielt außerdem auch eine entscheidende Rolle. Die Tage werden abends immer länger und morgens wird es früher hell. Der Körper schüttet weniger vom Schlafhormon Melatonin aus. Wir schlafen dann nicht genug und so kommt es zu einem Schlafdefizit. Gleichzeitig sorgt das Hormon Serotonin für mehr Power und Vitalität. Diese Hormonumstellung macht uns zu schaffen. Gleichzeitig führen Bewegungsmangel und falsche, zu fette Kost in der dunklen und kalten Jahreszeit dazu, dass wir nicht so richtig in Schwung kommen.

Was Sie dagegen tun können:

  • Akzeptieren Sie erst einmal, dass der Körper sich nach den langen Wintermonaten umstellt und nicht sofort auf Hochtouren laufen kann
  • wenn Sie sich schlapp fühlen, machen Sie ab und zu eine Pause oder ein kleines Nickerchen
  • Ernährungsumstellung (Getreideprodukte aus Vollkorn, Hülsenfrüchte, viel Obst und Gemüse)
  • essen Sie viele kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • viel trinken
  • raus an die frische Luft, auch wenn es kalt ist! Warm einpacken
  • Bewegung, Bewegung, Bewegung! Schon ein kleiner Spaziergang wirkt Wunder. Versorgen Sie Ihren Körper mit viel Sauerstoff und Sonne – das weckt nicht nur die Lebensgeister, sondern stärkt die Nerven und Abwehrkräfte
  • richten Sie Ihren Tagesablauf nach der Sonne, damit Sie so viel Tageslicht wie möglich tanken können: Früh aufstehen und früh schlafen gehen.
  • kalt-warme Wechselduschen am Morgen kurbeln den Kreislauf an
  • ein heißer Tipp: Sauna. Sie ist gut für die Durchblutung und stärkt das Immunsystem
  • stellen Sie sich auf den Frühling ein und lassen Sie Ihre dunkle Winterkluft im Schrank hängen. Greifen Sie lieber zu hellen, frischen Farben – das reizt die Sinne und verbreitet gute Laune
  • haben Sie doch mal schlechte Laune, vergraben Sie sich nicht im Kämmerchen, sondern treffen Sie sich mit Freunden und unternehmen Sie etwas

Wenn die Symptome länger andauern, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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