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Geschrieben: 14. Januar, 2014 in Ratgeber Tipps & Trends | Zahnpflege/ Zähne
 
 

Parodontose: Gefährlicher als gedacht

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Was wissen Sie eigentlich über Parodontose? Den Namen haben Sie sicherlich schon mehr als einmal gehört, aber was steckt eigentlich dahinter und welche Risiken verbergen sich hinter diesem Begriff?






Fotoquelle: 123 RF

Auch von Plaque haben Sie schon gehört, dies ist ein Belag von Bakterien, die sich besonders in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischsaum ansammeln. Von diesem Punkt aus können sie – so gut wie unbemerkt – die Zahnwurzel erreichen und auf diese Weise den gesamten Zahnhalteapparat, das Verankerungssystem unserer Zähne, schädigen. (Der Zahnhalteapparat besteht aus dem Zahnfleisch, dem Kieferknochen und der Zahnwurzeloberfläche.)

Daraus entsteht dann die Parodontose, sie selbst ist eine Infektionskrankheit und beginnt meist mit Zahnfleischentzündungen. Später greift die Entzündung dann auf den Kieferknochen über, er beginnt sich abzubauen, die Zähne lockern sich, bis hin zum Zahnverlust.

Risiken und Risikogruppen

Viele verschiedene Faktoren und Lebensgewohnheiten wirken zusammen, wenn es um das Risiko einer Erkrankung an Parodontitis geht. Besonders Raucher haben ein bis zu 20fach erhöhtes Risiko. Weitere Faktoren sind Stress, Übergewicht, falsche oder mangelhafte Ernährung und besonders bei Frauen hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft oder Wechseljahre). In hohem Maße beeinflussen Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, erhöhter Blutdruck und eine vorhandene Immunschwäche die negative Entwicklung der Parodontitis. Ebenfalls maßgebend sind genetische Veranlagungen und der pH-Wert des Speichels.

Parodontose ist vermehrt bei Menschen über 40 zu beobachten, laut neuesten Studien sind mehr als 80% der Bevölkerung davon betroffen.

Wichtige Haftung

Unter normalen Umständen haftet das Zahnfleisch eng am jeweiligen Zahn. Durch diese enge Verbindung können keinerlei Keime eindringen, aber wird Zahnbelag durch mangelndes Putzen/Hygiene nicht entfernt, so kann sich nun durch Mineralien aus dem Speichel Zahnstein bilden. Die raue Oberfläche des Zahnsteins erlaubt es unerwünschten Bakterien, sich auszubreiten. Im Laufe der Zeit entsteht ein sogenannter Biofilm. In diesem verbinden sich die Bakterien wie in einem Netzwerk und haften wie mit Klebstoff befestigt an der Zahnoberfläche. Einfaches Spülen kann diesen Film nicht mehr entfernen, auch die eigenen Abwehrmechanismen des Körpers versagen, sie können nur noch beschränkt eingreifen. Unterhalb des Biofilms gehen die Bakterien ihrer Arbeit nach, sie treiben eine Entzündung und damit den Rückgang des Zahnfleischs voran. Einmal abgelöst, ist eine erneute Anheftung des Zahnfleisches beinahe unmöglich. Seit neuestem ist jedoch ein wirksames Mittel gegen Parodontose in Apotheken erhältlich, was das wiederanheften des Zahnfleischs ermöglicht.

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