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Geschrieben: 17. Januar, 2007 in Gesundheit
 
 

Gesund Schlafen! Morgenstund`hat Gold im Mund?

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Die junge Wirtschaftskraft in Deutschland legt Wert auf effizientes Schlafen. Morgens ausgeruht aus dem Bett zu steigen, bedeutet auch im Job fit zu sein. 44 Prozent der berufstätigen Menschen achten darauf, lange genug zu schlafen. Dennoch wird der nächtliche Schlaf eher als lästig empfunden. Wirklichen Genuss beim nächtlichen Ausspannen empfinden nur die wenigsten. Deshalb geht es so spät wie möglich in die Federn und so schnell wie möglich wieder raus.

Vielleicht ist diese Schlaf-Abwehr mit der Einstellung verbunden, die Joseph Haydn so formulierte: „Tod ist ein langer Schlaf – Schlaf ist ein kurzer Tod“.

Heute ist jedoch sicher, dass der Schlaf kein Bruder des Todes ist. Im Gegenteil: Er ist der Vater der Lebensenergie. Auch ein sehr bekannter Workaholic, Napoleon, festigte den arbeitsorientierten Begriff des Kurzschlafens. Er war der Meinung, dass „Vier Stunden die Männer, fünf die Frauen und sechs die Dummköpfe!“, an Schlaf bräuchten. Dabei ist inzwischen erwiesen, dass der Genuss der – individuell sehr unterschiedlichen – Dauer des Schlafes, den Zellaufbau, also die körperliche Regeneration genauso unterstützt, wie die geistigseelische Gesundheit. Das scheint in Deutschland überwiegend nicht der Fall zu sein. Jeder dritte Deutsche fühlt sich zerschlagen wenn er erwacht. Dieses fehlende Gefühl der Regeneration zieht sich dann durch den ganzen Tag. Unausgeschlafene fühlen sich ausgelaugt und müde, sie sind unkonzentriert, gereizt und möglicherweise sogar depressiv. Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. 2, 7 Millionen Menschen nehmen regelmäßig Schlafmittel ein.

Die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Lärm, Stress und seelische Belastungen können unsere „innere Uhr“ und den gesunden Schlafrhythmus ebenso beeinflussen, wie körperliche und psychische Erkrankungen oder die falsche Ausstattung im Bett. Wie erholsam der Schlaf ist, hängt in erster Linie davon ab, wie wir schlafen und nicht davon, wann wir zu Bett gehen. Die Schlafstatt kann am leichtesten so hergerichtet werden, dass wir uns in Morpheus` Arme erholen können. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Matratzen nicht zur Muldenbildung neigen, denn diese behindern die nächtliche Bewegung. Bewegungen in der Nacht stehen nämlich nicht im Gegensatz zum nächtlichen Entspannen, sondern sind wichtig für die Erholung von Körper und Geist. Bei verkrampften Muskeln entwickeln sich krankhafte Veränderungen im Gewebe, die wiederum zu Rücken- und Gliederschmerzen führen. Orthopäden empfehlen gerade in dieser Situation viel Bewegung, dies bezieht sich zwar meistens auf den Tag, kommt aber eine Nacht dazu, die auch die liegende Bewegung mit einbezieht, ist der Körper rundherum als lebendiges und vitales Zentrum akzeptiert. Nur durch Bewegung nehmen die Bandscheiben Flüssigkeit und somit Nährstoffe auf: Die Wirbelsäule regeneriert sich. Insbesonders eingeklemmte Nerven bringen manchen um den ersehnten Schlaf. Für eine Hilfestellung -im  wahrsten Sinne des Wortes – können Matratzen sorgen, die ein Strecken des Körpers unterstützen. Deshalb ist es wichtig, bei der Auswahl der Bettausstattung besonders sorgfältig vorzugehen und die individuellen Bedürfnisse dabei zu berücksichtigen. Wer also am Tage zu Hochleistung auflaufen will, der sollte seinen nächtlichen Schlaf freundlich willkommen heißen. Also dann, eine gute Nacht!

Grundregeln für einen gesunden Schlaf:

  • Den Tag nicht zur Nacht machen!
  • Auf regelmäßige Einschlaf- und Aufstehzeiten achten.
  • Nicht im Bett arbeiten, lesen, fernsehen.
  • Nicht ständig auf die Uhr schauen, wenn man nicht ein- oder durchschlafen kann.
  • Entspannen.
  • Zur Ruhe kommen. Nicht bis in die Nacht arbeiten und Fernsehprogramme bis spät in die Nacht.
  • Kein spätes, kein üppiges Abendessen. Kaffee, schwarzen Tee und Cola meiden. Achtung: Wer einen niedrigen Blutdruck hat, dem kann vor dem Zubettgehen eine Tasse Kaffee jedoch helfen.
  • Vorsicht vor Alkohol. Bei Missbrauch verliert Alkohol seine schlaffördernde Wirkung (ein Glas Wein oder Bier kann entspannend und schlaffördernd wirken!). Wenn, dann natürliche Schlafhilfen (Kräutertees).
  • Ein Einschlafritual finden: Musik hören, ein Bad, ein Glas warme u. gesüßte Milch.
  • Bewegung als Einschlafhilfe (Abendspaziergang).
  • Gesunde Schlafumgebung (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, kein Handy, kein Fernseher im Schlafzimmer).
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