
Gesundheitsregion Allgäu

Fitmacher -
mit viel Erfahrung
Auf elektronische Geräten könnte man neidisch werden. Wenn sich die Programmierung in eine ungewollte Richtung entwickelt, drückt man den Knopf „Reset“ und alle Fehler sind beseitigt. Raus aus der Sackgasse und es kann von vorne losgehen. Für den Menschen hat die Natur keine solche „Reset“-Funktion, kein zurück zur Werkseinstellung vorgesehen. Die Folgen einer ungesunden Lebensweise lassen sich nicht per Knopfdruck beseitigen. Seit der technische Fortschritt und die moderne Arbeitswelt die Gesundheit des Menschen zum Teil drastisch beeinflussen, wird ein solcher Knopf ebenso schmerzlich vermisst wie händeringend gesucht. Kuren, Diäten, Therapien nähren die Hoffnung, das Rad zurückdrehen zu können. Einen Gesundbrunnen als Quell ewiger Jugend gibt es nicht. Immerhin zeigen ernsthafte Versuche der Regeneration fast immer Früchte.
Als die Industrieschlote noch Dreckschleudern waren, gaben sich „Sommerfrischler“ mit Ruhe und Reinluft zufrieden. Die Folgen moderner Zivilisationskrankheiten indes lassen sich mit frischer Luft allein nicht lindern. Vieles von dem, was heute als ganzheitliche Naturheilverfahren präsentiert wird, hat eine Jahrzehnte lange Tradition: Raus aus dem Alltag und mit kompetenter Hilfe die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken. Besonders erfolgsversprechend ist eine gesunde Lebensweise in einer natürlichen Landschaft. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Kurorte in Deutschland an den schönsten Fleckchen des Landes entstanden sind. Aber auch bei der Wahl des Feriendomizils spielen solche Hintergedanken oft eine entscheidende Rolle. Repräsentative Umfragen haben ergeben, dass das Allgäu neben dem Schwarzwald den besten Ruf genießt unter jenen Urlaubern, die ihre Freizeit im Lande und nicht im Ausland verbringen.
Vor über 150 Jahren schon hat der Bad Wörishofener Pfarrer Sebastian Kneipp mit seinen Lehren Scharen von Anhänger aus halb Europa ins idyllische Unterallgäu gelockt, um ihnen eine solche gesunde Lebensweise zu predigen, die beileibe nicht nur aus Fasten und kalten Güssen besteht. Neben der ausgewogenen Ernähung und der Reizstimulierung über die Haut animiert Kneipp auch zu körperlicher Fitness und innerer Ausgeglichenheit. Der Wasserdoktor aus Bad Wörishofen hätte zum Guru für modernen Lifestyle werden können, wenn ihm nicht zu Unrecht das angestaubte Image von Sandalen und Wassertretanlagen anhaften würde.

Sebastian Kneipp war nicht der einzige, der die landschaftliche Schönheit des Allgäus als Kulisse nutzte für die Botschaft: Rückbesinnung auf die Natur ist kein Rückschritt, sondern Fortschritt. In vielen Allgäuer Orten fanden die Vorreiter der Gesundheitsbewegung Unterstützung bei Medizinern, die nicht nur die Wirkung der Naturheilverfahren zur Linderung zahlreicher Krankheiten nachwiesen, sondern auch deren Bedeutung für die vorbeugende Gesunderhaltung (siehe gesonderten Text Seite 13). Diese medizinische Kompetenz (zum Beispiel im Balneologischen Institut und im Sebastian-Kneipp-Institut in Bad Wörishofen sowie in mehreren Kurkliniken zwischen Füssen, Bad Grönenbach und Scheidegg) erweist sich in den Allgäuer Kurorten von großem Wert. Aber auch viele Hotels und Gasthöfe in der Region nutzen die Erkenntnisse seit langem, um ihren Gästen zu gesundheitlichem Wohlbefinden zu verhelfen. Bäder, Saunen und Massageliegen gehörten hier schon zur Grundausstattung, bevor Wellness unter diesem Namen getauft war und mancherorts zu „Wellnepp“ verkam. Die Allgäuer Gastgeber zählen seit jeher auch medizinische Betreuung, gesunde Ernährung, Aktivprogramme und kulturelle Angebote für das seelische Wohlbefinden zu ihrer Art fürsorglicher Betreuung. Für diese Abgrenzung hat man den neudeutschen Begriff „Medical Wellness“ gefunden.
Die Gäste schätzen diesen Stil. In kaum einer anderen Ferienregion in Deutschland ist die Zahl der immer wiederkehrenden Stammgäste so hoch wie im Allgäu. Auch die Krankenkassen haben die Bedeutung der gesundheitlichen Vorbeugung im Rahmen von Erholung und Regeneration längst erkannt und ziehen trotz Finanzproblemen ihre Konsequenzen. So bezuschussen Betriebskrankenkassen ihren Mitgliedern zum Beispiel die Schrothkur in Oberstaufen als Prophylaxe. Und die Barmer hat sich Oberstdorf als Partner für die bundesweite Gesund-und-fit-Aktion „Deutschland bewegt sich“ ausgesucht.
Zum Thema „Wellness und Gesundheit“ hat die Allgäu Marketing eine Broschüre mit Urlaubspauschalen für 2006 herausgegeben.
Erhältlich ist diese Broschüre bei:
Prospektservice Allgäu
Postfach 10 25 29
86015 Augsburg
info@allgaeu.info
www.allgaeu.info![]()
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