0
Geschrieben: 15. Dezember, 2014 in Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Gut geschützt in die Wintersonne

Winter-Sonnenschutz, Fototquelle: 123 RF
Winter-Sonnenschutz, Fototquelle: 123 RF
Wer gerne und oft die Sonne aufsucht, der weiß: Unsere Haut genießt den Einfluss der Strahlung nicht in gleichem Maße, da sie auch erhebliche Risiken birgt. Daher sind Kopfbedeckung, die richtige Lichtschutzcreme und Schatten wichtig, um die Haut zu schützen, auch und gerade im Winter. Die Deutschen reisen gerne und viel, und eine angemessene Portion Sonne gehört zum Urlaub meist dazu.


Winter-Sonnenschutz, Fototquelle: 123 RF

Dieser Hang zur gewärmten Haut hat seine Folgen: Im Zehn-Jahres-Takt verdoppeln sich die Fälle von Hautkrebs. Die ultraviolette (UV-)Strahlung, die man mit dem Sonnenbad ungebetener Weise mit bucht, kann zu einem geschwächten Immunsystem, juckenden Hautreaktionen, schmerzlichem Sonnenbrand und vorzeitigem Altern der Haut führen.

Bei gemäßigtem Sonnengenuss findet eine Steigerung des Wohlbefindens statt und auch der Vitamin D-Spiegel wird erhöht. Die schädlichen Faktoren des Sonnenlichts können mit Hilfe von Kleidung, Schatten und Sonnencreme gemieden werden. In welchem Maße man sich schützen sollte, hängt vom eigenen Hauttyp und der auftretenden Strahlung ab.

Die vier häufigsten Hauttypen

Typ 1: Sehr helle Haut mit Sommersprossen, helle Augen und rotblondes Haar. Die Haut wird nicht braun, ein Sonnenbrand entsteht in weniger als zehn Minuten.

Typ 2: Helle Haut, oftmals mit Sommersprossen, helle Augen und helles Haar. Die Haut wird sehr langsam braun, ein Sonnenbrand entsteht in weniger als 20 Minuten.

Typ 3: Mittelhelle Haut, helle oder dunkle Augen und dunkles Haar. Die Haut wird langsam braun, ein Sonnenbrand entsteht in weniger als 30 Minuten.

Typ 4: Bräunliche Haut, dunkle Augen und dunkles Haar. Die Haut wird schnell braun, ein Sonnenbrand entsteht nach mehr als 30 Minuten.

Ein für den Menschen nicht sichtbarer Anteil der Sonnenstrahlung wandert in Form von UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlen in Richtung Erde. Man unterscheidet sie aufgrund der verschiedenen Wellenlängen. Während die UV-C-Strahlen von der Erdatmosphäre abgehalten werden, treffen UV-A und UV-B auf unsere Haut. Der Dermatologe Thomas Dirschka aus Wuppertal, der Versuche mit Lichtschutzpräparaten durchführt, erklärt: „UV-B zerstört in der Oberhaut schlagartig viele Zellen. Entzündungsstoffe werden frei, die wir als Sonnenbrand wahrnehmen.“ Die UV-A-Strahlung fügt währenddessen dem Bindegewebe der Unterhaut Schaden zu. In der Folge bilden sich Falten und die Haut ist weniger straff. Darüber hinaus kann UV-A in Verbindung mit Kosmetik die Ursache für Hauterkrankungen wie beispielsweise die „Sonnenallergie“ sein.

Die Sonne birgt auch im Winter Gefahren

UV-Strahlung wird von weißen Ebenen wie Eis und Schnee reflektiert. Ihre Wirkung wird hierbei um ein vielfaches verstärkt. Dies trifft insbesondere auf die negativen Auswirkungen für unsere Haut zu. Es gilt als erwiesen, dass Hautregionen, die nicht geschützt sind, während einer Urlaubswoche in den verschneiten Alpen ebenso viel Sonne abkriegen wie während eines mehrwöchigen Aufenthaltes in einem Urlaubsort in Südeuropa. Daher ist im Skiurlaub Sonnenschutz ebenso wichtig wie beim Sonnenbad am Strand. Was viele nicht wissen: Die Haut ist während der Wintermonate empfindlicher gegenüber der UV-Strahlung als im Sommer, da sie keine Lichtschwiele aus Melanin und verhornten Zellen mehr aufweist, die einen Schutz bieten könnte. Daher sollte man im Winter eine Tagescreme mit Lichtschutzfilter auftragen, sobald man sich länger als 15 Minuten am Tag dem Sonnenlicht aussetzt. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft rät ebenfalls zum täglichen Sonnenschutz, auch im Winter. Mehrere Studien der letzten Jahre haben ergeben, dass eine Verbindung zwischen UV-Strahlung und der Entstehung und Falten, Hautkrebs und Pigmentflecken besteht. Aus diesem Grund ist ein ausreichender Sonnenschutz zu jeder Jahreszeit unverzichtbar für eine gesunde Haut.

Besonderer Schutz während der kalten Jahreszeit

Im Gegensatz zum üblichen Sommer-Sonnenschutz ist die Sonnencreme für den Winter reichhaltiger. Sie beinhaltet wertvolle Lipide, beispielweise in Form von pflanzlichen Ölen oder Shea-Butter. Diese sorgen für einen ergänzenden Schutz vor Feuchtigkeitsverlust durch Kälte. Zusätzlich beinhaltet sie Freie-Radikale-Fänger (Antioxidantien) wie Vitamin E und hautbesänftigende Wirkstoffe wie Bisabolol oder Thermalwasser. Entsprechend dem persönlichen Hauttyp sollte man eine Creme mit einem Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50+ verwenden. Wer Wintersportarten im Schnee ausübt, dem sei ein Lichtschutzfaktor von mindestens 40 empfohlen. Für den Sport an der Sonne sollte man grundsätzlich eine schweiß- und wischfeste Sonnencreme auftragen. Wer seine Haut vor dem geplanten Skiurlaub noch eingängiger Vorbereiten will, kann vier Wochen vor der Abreise Sonnenschutz-Kapseln einnehmen. Durch das in ihnen enthaltene Betacarotin und Lycopin werden die Zellen von innen aufgebaut und eine kraftvollere Bräune ermöglicht.

Print Friendly, PDF & Email
War dieser Artikel hilfreich? Bewerten Sie Ihn.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 bewertungen, duchschnittlich: 5,00 out of 5)
Loading...