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Geschrieben: 05. August, 2014 in Haut-Haare-Nägel | Krankheiten von A-Z
 
 

Haarausfall – für Betroffene ein echtes Problem

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Haarausfall oder Alopezie ist für viele Betroffene eine echte psychische Belastung, von der Männer und Frauen heute gleichermaßen betroffen sind. Doch wann spricht man von vermehrtem Haarausfall?
Ein Haar besteht aus Keratin, die Lebensdauer ist dabei individuell verschieden. Kopfhaar hat eine natürliche, begrenzte Lebensdauer von etwa zwei bis sechs Jahren.

 

Haarausfall, Fotoquelle: 123RF

Wussten Sie, dass der Mensch im Schnitt zwischen 80 und 100 Haaren am Tag verliert? Die Zahl schockiert im ersten Moment, aber je nach Haarfarbe hat der Mensch zwischen 90.000 und 150.000 Kopfhaaren. Von einem Haarausfall spricht man deshalb auch erst, wenn täglich mehr als 100 Haare kontinuierlich verloren werden.

Erblich bedingter Haarausfall durch DHT

Man unterscheidet zwischen erblich bedingtem und krankhaftem Haarausfall. Vom erblich bedingten Haarausfall sind Männer und Frauen betroffen, auch wenn er sich verschieden bemerkbar macht. Bei Männern beginnt er mit den typischen Geheimratsecken, zumeist ab dem dreißigsten Lebensjahr. Auch die Tonsur, der kreisrunde Haarausfall auf der Kopfmitte, ist ein weit verbreitetes Phänomen. Die Glatze schließlich kann sowohl den kompletten Kopf betreffen oder eine Stirnglatze oder Hinterkopfglatze sein. Bei Frauen, die unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, wird das Haar meistens dünner und fällt nicht komplett aus. Verantwortlich für den erblich bedingten Haarausfall ist das Hormon Dihydrotestosteron (DHT), ein männliches Sexualhormon, das auch von Frauen gebildet wird. Die Haarfollikel reagieren empfindlicher auf das DHT, je älter man wird.

Medizinischer Haarausfall kennt mehrere Ursachen

Medizinisch bedingte Alopezie kann verschiedene Ursachen haben. Kreisrunder Haarausfall beruht auf einer Störung des Immunsystems. Diffuser Haarausfall, bei dem das Haar gleichmäßig auf dem Kopf ausfällt, ist häufig auf einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse oder Eisenmangel zurückzuführen. Stoffwechselerkrankungen und die Einnahme von Medikamenten können ebenfalls zu Haarausfall führen.

Der Arzt ist der erste Ansprechpartner

Haarausfall ist nicht lebensbedrohlich, schränkt jedoch den Betroffenen massiv in seiner Lebensqualität ein. Haare gehören zum attraktiven Körperschmuck. Dichtes, glänzendes Haar suggeriert Gesundheit und Jugend. Wenn das Haar ausfällt und dünner wird, ist dies für viele Betroffene gleichzusetzen mit mangelnder Attraktivität. Wer unter Haarausfall leidet, sollte auf jeden Fall einen Arzt erst einmal aufsuchen, um mögliche Ursachen klären zu lassen. Im Anschluss können geeignete Möglichkeiten zur Behandlung gefunden werden. Genetisch bedingter Haarausfall lässt sich aufhalten, aber nicht wieder rückgängig machen. Als Möglichkeit bietet sich die Transplantation an, bei der eigenes Haar meistens vom Hinterkopf neu eingepflanzt wird. Eine Behandlung mit Medikamenten, die den Wirkstoff Minoxidil enthalten, zeigt gute Resultate bei dieser Form der Alopezie. Der Wirkstoff wird in flüssiger Form auf die Kopfhaut aufgetragen und fördert den Haarwuchs. Es kann jedoch bis zu einem halben Jahr dauern, bis sich erste Ergebnisse zeigen. Bei medizinisch bedingtem Haarausfall richtet sich die Therapie nach der Ursache und muss genau darauf abgestimmt werden. Auch hier ist der Gang zum Facharzt unerlässlich.

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