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Geschrieben: 30. September, 2011 in Krankheiten von A-Z | Magen & Darm
 
 

Hämorrhoiden – die richtige Behandlung

Frau mit Schmerzen am After
Frau mit Schmerzen am After

Wenn das Sitzen schmerzt, sind meistens Hämorrhoiden die Ursache!

Die Entstehungsgründe für Hämorrhoiden sind vielfältig. Dazu zählen u. a. eine bewegungsarme Lebensweise und sitzende Berufe.

 

Die Entstehung von Hämorrhoiden wird zudem durch andere Faktoren begünstigt wie ballaststoffarme oder zu stark gewürzte Ernährung, Neigung zu Verstopfung, regelmäßige Einnahme von Abführmitteln, angeborene oder erworbene Bindegewebsschwäche, Übergewicht, zu enge Kleidung, zu starkes Pressen beim Stuhlgang sowie Schwangerschaft.

Definition

Unter Hämorrhoiden versteht man eine geschwächte Verankerung und zunehmende Lockerung des rektalen Venengeflechtes im umliegenden Bindegewebe. Die varikösen Erweiterungen des Venengeflechtes sind als einzelne Knoten oder diffus in der inneren und äußeren Schleimhaut der Analgegend verteilt. Es wird zwischen komplikationslosen oder komplizierten Hämorrhoiden unterschieden. Erstere äußern sich nur manchmal in einem Völlegefühl oder Druck. Die hauptsächlichen Beschwerden bei so genannten komplizierten Hämorrhoiden sind Ausstülpung, Blutung, Einklemmung und Entzündungen. Viele Patienten gehen erst dann zum Arzt, wenn die Intensität der Beschwerden unerträglich wird und meist ist dann eine Operation die ultima Ratio. Es gibt jedoch äußere und innere Maßnahmen, um eine Besserung der Beschwerden zu erzielen.

Innere Maßnahmen:

  • Medikamente, die venenwirksame Mittel enthalten wie z.B. Rosskastanien oder Bindegewebestärkende Präparate wie Silicium
  • homöopathische Mittel, die entweder symptomatisch gegen die Beschwerden oder ursächlich als Konstitutionsmittel eingesetzt werden können

Äußere Maßnahmen:

  • das Wichtigste ist ein leichter Stuhlgang mit entsprechend ausgewogener Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Zu empfehlen ist zusätzlich die Einnahme von Quellmittel (Leinsamen, Kleietabletten).
  • achten Sie auf Analhygiene. Wichtig ist Reinigen des Afters mit weichem Papier und lauwarmen Wasser. Möglichst Unterwäsche aus reiner Baumwolle tragen.
  • sportliche Betätigung (Laufen, Schwimmen, Radfahren, Wandern) und gezielte Gymnastik des Beckenbodens, um die Muskulatur zu stärken und den Stoffwechsel zu verbessern
  • Sitzbäder mit Kamillenextrakt, Eichenrindenextrakt, Kiefernnadeln oder Teebaumöl (ebenso steht eine Reihe von Präparaten zur Verfügung, die Jucken, Brennen, Schmerzen und entzündungshemmend wirken (Salben, Zäpfchen, Tamponaden etc.).

 

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