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Geschrieben: 05. August, 2014 in Haut | Krankheiten von A-Z | Onkologie
 
 

Hautkrebs: Zahl der stationären Behandlungen gestiegen

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Einem Bericht des Statistischen Bundesamtes zufolge mussten im Jahr 2012 knapp 92.000 Menschen mit der Diagnose Hautkrebs in einer Klinik behandelt werden. Die Anzahl der Operationen im Jahr 2012 ist um 23 Prozent höher als noch im Jahr 2007. Laut Statistischem Bundesamt ist dies im Vergleich mit anderen Krebsbehandlungen, die ebenfalls stationär behandelt werden, die stärkste Zuwachsrate.


Eine zunehmend auftretende Diagnose: Hautkrebs, Fotoquelle: 123RF

91.900 Patienten wurden im Jahr 2012 aufgrund von Hautkrebs in einem Krankenhaus behandelt. Bei 27 Prozent der Patienten lautete die Diagnose bösartiges Melanom, das auch unter dem Namen schwarzer Hautkrebs bekannt ist. Die Mehrheit von 73 Prozent der Betroffenen litt unter weißem Hautkrebs, der in Form eines Basalioms oder eines Plattenepithelkarzinoms auftauchen kann. Auch wenn dieser Hautkrebs als weniger gefährlich gilt als das Melanom, so raten Hautärzte dazu, ihn dennoch nicht zu unterschätzen. Im jahr 2010 erlagen etwa 600 Patienten den Folgen eines weißen Hautkrebses.

Hauptsächlich ältere Menschen betroffen

Von allen stationären Patienten waren 55 Prozent Männer, drei Viertel waren älter als 65 Jahre. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge tauchte der schwarze Hautkrebs bei Männern überwiegend am Rumpf auf, bei Frauen im Bereich der Beine und der Hüfte. Was den weißen Hautkrebs betrifft, so trat er unabhängig vom Geschlecht hauptsächlich im Gesicht, auf der Kopfhaut oder auf den Ohren in Erscheinung. Es handelt sich hierbei um Bereiche des Körpers, die in besonderem Maße dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

In den meisten Fällen bestand der operative Eingriff aus dem Entfernen des vom Hautkrebs befallenen Gewebes und einer anschließenden Hauttransplantation. Patienten mussten im Schnitt 5,2 Tage in der Klinik behandelt werden. Einem aktuellen Bericht der Barmer GEK zufolge ist zwischen 2005 und 2012 ein starker Anstieg der Hautkrebs-Diagnosen zu verzeichnen: Die Zahl der Patienten mit weißem Hautkebs stieg um 27 Prozent, die der Patienten mit schwarzem Hautkrebs um 60 Prozent.

Mögliche Ursachen für den Anstieg

Die Alterung der Bevölkerung wird als eine der Ursachen des Anstiegs angesehen. Da der Krebs öfter bei älteren Menschen auftaucht, ehöht sich die Anzahl der Diagnosen insgesamt. Ein anderer Grund ist, dass viele Menschen ein gestörtes Immunsystem haben, was das Risiko einer Hautkrebserkrankung ansteigen lässt. Auch die Verbesserung der Früherkennung sorgt dafür, das die Zahl der Diagnosen steigt. Alle gesetzlich Krankenversicherten, die mindestens 35 Jahre alt sind, können seit 2008 alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening machen lassen. Die größte Ursache für eine Hautkrebs-Erkrankung hat sich jedoch nicht verändert: Die UV-Strahlung ist und bleibt Risikofaktor Nummer eins. Wer sich der Sonne zuviel aussetzt, Sonnenbrände riskiert oder oft ins Sonnenstudio geht, ist stärker gefährdet.

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