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Geschrieben: 13. Oktober, 2012 in Heilpflanzen
 
 

Heilpflanze – Arnika

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Arnika (lat. Arnica montana L.) gehört zu den Korbblütengewächsen und ist eine alt bekannte Heilpflanze. Sie steht heute unter Artenschutz. Weniger bekannt hingegen sind ihre volkstümlichen Namen Bergwohlverleih oder Bergdotterblume, die sowohl auf ihre Verbreitung in höher gelegenen Bergregionen hinweisen, als auch auf ihre leuchtend gelben Blüten.


In der Antike wenig bekannt, war die hl. Hildegard von Bingen eine der ersten, die die Pflanze erwähnte und wohl auch ihre Heilkräfte kannte. Schon seit dem frühen Mittelalter besaß Arnika als Heilpflanze, besonders in der Wundheilung, eine große Bedeutung, die ständig wuchs. Einer der prominentesten Patienten, der Arnika Tee zur Kräftigung des Herzens trank, war Johann Wolfgang von Goethe. Er widmete ihr außerdem noch zahlreiche andere Zitate.

In der Naturmedizin wird Arnika gerne als Erste-Hilfe-Mittel eingesetzt. So werden z. B. Arnikaumschläge äußerlich angewendet, bei Blutergüssen, Verstauchungen, Quetschungen oder Prellungen nach Stürzen. Arnikatinkturen werden bei Muskel- und Sehnenzerrungen oder Faserrissen eingesetzt. Aber auch bei Entzündungen im Rachenraum, rheumatischen Beschwerden, Insektenstichen, Furunkel oder Zahnfleischentzündungen hilft Arnika. Ihre Wirkung ist entzündungshemmend, wundheilungsfördernd und schmerzlindernd. Auch in der Homöopathie ist Arnika in Form von Globuli ein wichtiges Mittel und kann sehr hilfreich bei Unfällen sein, wenn sie unmittelbar nach dem Ereignis eingesetzt werden. Vor Operationen oder einer Entbindung unterstützt Arnika die Wundheilung. Ob Salbe, Spray, Globuli oder Tinktur, Arnika sollte in keiner Reiseapotheke oder Hausapotheke fehlen.

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