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Geschrieben: 15. März, 2017 in Mein Haustier
 
 

Herzerkrankungen bei Hunden frühzeitig behandeln

50155051 - medicine, pet, animals, health care and people concept - happy veterinarian doctor with stethoscope examining dachshund dog at vet clinic
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Herzprobleme sind bei Hundehaltern gefürchtet. Kleine Rassen wie z.B. Zwergpudel, Yorkshire Terrier, Cavalier King Charles, Mini Schnauzer und Dackel sind besonders häufig betroffen. Die „Mitralklappenerkrankung“ ist die am häufigsten erworbene Herzerkrankung bei Hunden, d.h. sie wird im Laufe des Hundelebens „erworben“ und besteht nicht von Geburt an.

 

Fotoquelle: 123RF – Kontrolluntersuchung des Herzens

Diagnose

Häufig werden Herzprobleme im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen (z.B. bei Impfterminen) vom Tierarzt festgestellt. Bei Herzklappenerkrankungen fällt während des Abhörens mit dem Stethoskop ein Herzgeräusch auf, ein deutliches „Rauschen“. Meist haben die Hundehalter zu diesem Zeitpunkt noch keine Veränderungen an ihrem Tier festgestellt. Die Erkrankung verläuft in der ersten Phase symptomlos. Erst später zeigen sich typische Anzeichen wie Erschöpfung, Leistungsschwäche, Husten, erhöhte Atemfrequenz oder Atemnot.

Behandlung

Eine Mitralklappenerkrankung schreitet immer weiter fort. Laut einer aktuellen, über einen längeren Zeitraum angelegten Studie können Herzmedikamente, die bereits bei den ersten Anzeichen verabreicht werden, das Leben der Patienten erleichtern bzw. verlängern. Bei einer rechtzeitig begonnenen Behandlung kann das Auftreten der Symptome länger hinausgezögert werden, was die Lebensqualität der betroffenen Hunde und ihrer Besitzer stark verbessert. Auch die Lebensdauer der Herzpatienten, so konnte die Studie zeigen, war länger als die unbehandelter Tiere.

Im Einzelfall sollte immer der Tierarzt entscheiden, ob und welches Medikament zum Einsatz kommt. Nach dem Abhören mit dem Stethoskop (Auskultation) sollten sinnvollerweise weitere Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen. Bei einer Röntgenuntersuchung kann z.B. die Größe des Herzens festgestellt werden. Auch moderne Laborparameter können eine Herzerkrankung nachweisen. Dazu nimmt der Tierarzt dem Hund Blut ab und schickt die Probe in ein Labor, das die Möglichkeit hat, diese Werte zu bestimmen. Um die Untersuchung abzuschließen, kann ein Herzultraschall bei einem Spezialisten vorgenommen werden, wobei das Herz und der Blutfluss bildlich genau dargestellt werden können.

Bei einem degenerativen Herzklappenfehler kommt es zu einer Verdickung der Mitralklappe, so dass diese nicht mehr vollständig schließen kann und der Fluss des Blutes vom Herzen zum Rest des Körpers beeinträchtigt wird. Obwohl es keine Heilung für Herzinsuffizienz (Herzschwäche) aufgrund einer Mitralklappenerkrankung gibt, können durch fortschrittliche Behandlungsoptionen auch Herzpatienten lange und unbeschwert leben.
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