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Geschrieben: 27. August, 2013 in Aktuelles | Ernährung
 
 

Herzhafte Oktoberfest-Schmankerl ohne Reue genießen

Flickr, BY © Bernt Rostad
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Ende September ist es in München wieder soweit: Auf der Wiesn geht ganz zünftig die Party ab. Das Münchner Oktoberfest bietet vom 21. September bis zum 6. Oktober 2013, wie jedes Jahr, eine ganz einmalige Stimmung. Traditionelle und modische Trachten, mitreißende Musik, atemberaubende Fahrgeschäfte und jede Menge Spaß stehen auf dem Programm. Zudem werden auch wieder um die acht Millionen Maß Bier im Ausschank für die Gäste bereit stehen.

Flickr, BY © Bernt Rostad

Jede Menge süße und herzhafte Schmankerl warten dann darauf, rund sieben Millionen Wiesn-Besucher kulinarisch zu verführen.

Knusprige Brathendl, herzhafte Schweinswürstl und traditionelle Ochsen

Die Historie des Oktoberfestes der letzten Jahre zeigt über 520.000 verspeiste Brathendl in zwei Wochen Wiesn-Gaudi. Auch bei den herzhaften Schweinswürstln schlugen die Besucher in der Vergangenheit kräftig zu. Über 120.000 Paar Würstl wurden verkauft. Hinzukommen unglaubliche 118 Ochsen, die – traditionell zubereitet – den Weg in die hungrigen Mägen der Besucher fanden. Wer allerdings deftig und fleischbetont isst, ernährt sich aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht gerade gesund. Viele gesättigte Fettsäuren, jede Menge Cholesterin und unzählige Kalorien befinden sich mit den herzhaften Schmankerln zusammen auf dem Teller. Dennoch –  das Fest auf der Wiesn ist eine Ausnahmesituation. Wer hier einmal kräftig zulangt und danach ausgiebig das Tanzbein schwingt, hat die meiste Energie am selben Abend wieder verbraucht.

Kleiner Kalorien-Check mit leckerem Weitblick

Ein Blick auf die Kalorienbilanz lohnt sich dennoch: Ein bayrischer Schweinebraten schlägt pro 100 g beispielsweise mit 230 Kalorien zu Buche. Eine klassische Portion liegt somit bei rund 570 Kalorien. Das Brathendl dagegen kommt mit 210 Kalorien pro 100 g aus. Wer auf die knusprige Haut verzichten mag, kann ein wenig Energie einsparen, und würde nur 175 Kalorien pro 100 g zu sich nehmen. Doch gerade diese Knusprigkeit macht die Gerichte besonders lecker. Zum Einen entstehen in der Kruste oder Haut besonders aromatische Röststoffe, zum Anderen ist dort besonders viel Fett als Geschmacksträger vorhanden.

Wer also, trotz Feierlaune, kalorienärmer speisen möchte, sollte dem Brathendl den Vortritt lassen. Das haben auch eine Vielzahl der Wiesn-Besucher in den letzten Jahren getan, wie die Statistiken des Oktoberfestes in der Vergangenheit zeigten. Denn über eine halbe Million knuspriges Geflügel für rund sieben Million Besucher sind schon eine ansehnliche Menge.

Gesündere Alternativen für die Wiesn und die eigene Oktoberfest-Party

Wer beim zünftigen Feiern im Herbst Fett, Cholesterin und Kalorien sparen möchte, greift in jedem Fall zu Brezeln ohne Butter und ohne Obatzter. Feine Salate mit knackigem Gemüse zu den Würstln oder zum Braten können die Kalorienzufuhr senken und zusätzlich wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefern. Auch die klassische Leberkas-Semmel ist eine leckere, aber versteckte, Kalorienbombe. Denn allein der Leberkäse kommt bei 100 g auf durchschnittlich 240 Kalorien. Bei einer dicken Scheibe von rund 200 g wären dies 480 Kalorien, zuzüglich der rund 70 Kalorien für die Semmel. Damit sich diese Kalorien nicht auf der Waage niederschlagen, wären hierfür knapp zwei Stunden Tanzen am Stück angesagt. Beim zünftigen Feiern allerdings wird das Tanzen jede Menge Spaß bereiten. Wer diesen beliebten bayrischen und österreichischen Snack ernährungsphysiologisch aufpeppen möchte, tauscht die klassische Weißmehlsemmel gegen ein Vollkornbrötchen aus und belegt es zusätzlich mit knackigen Salatblättern, ein paar frischen Tomaten- und Gurken scheiben oder würzigen Zwiebelringen. Zudem gibt es einige Leberkäse-Hersteller, die in ihrem Sortiment leichte, fettarme Leberkas-Variationen aus Putenfleisch oder mit Gemüse anbieten. Auch Krautsalat oder Schwammerl-Gerichte sind – im Verhältnis zu den deftigen Fleischgerichten – eine gute, kaloriensparende herzhafte Alternative, die auch für Vegetarier geeignet ist.

Fazit: Wer das eine oder andere herzhafte Schmankel auf dem Oktoberfest genießt, kann dies aus ernährungsphysiologischer Sicht ohne schlechtes Gewissen tun. Vorausgesetzt, er sorgt für genügend Bewegung und einen vitamin- und mineralstoffreichen Ausgleich im Wochendurchschnitt.

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