
Wandern - Herzsport
![]() Wander ist ein Herzsport |
Immer mehr Menschen entdecken das Wandern als sanften Ausdauersport mit Wellnessfaktor neu für sich, und das mit Recht. Wandern liegt wieder im Trend. Egal ob Wandertouren auf bequemen Almwegen, Bergwandern in großen Höhen als anspruchsvolle Gipfeltour, im Mittelgebirge oder in den Alpen, heute wandern Mann und Frau, alt und jung. Wandern ist längst kein Freizeitvergnügen mehr für rüstige Rentner, sondern immer mehr junge Leute begeben sich zu Fuß in die Natur. Belohnt werden die Wanderer mit unmittelbaren Naturerlebnissen und mit einem Zugewinn an körperlicher Fitness. Wanderer sind vorzugsweise zu zweit oder in der Gruppe unterwegs, wobei das langsame Tempo, der Entspannungseffekt und auch das Gespräch während einer Tour als positiv wahrgenommen werden.
Bergwandern ist eine Sportart für jeden, ist vielseitig, man kann fast überall starten und die Tour nach dem eigenen Können und Ausdauer auswählen. Das Pensum kann individuell gesteigert werden, auf Höchstleistung sollte kein Wert gelegt werden und sportlicher Ehrgeiz ist hier fehl am Platz. Bergwandern gehört zu den Ausdauersportarten, die sich zur Erhaltung der Kondition und Konstitution bewährt haben.
Beim Wandern ist die Belastungsintensität geringer als beim Joggen, wo die Gelenke zu stark beansprucht werden, es ist kreislaufaktivierend und selbst für Menschen, die an Herz-Kreislaufbeschwerden leiden, geeignet. Je nach Bedarf können immer wieder Pausen eingelegt werden. Für Wiedereinsteiger, z.B. nach einer Krankheit oder nach längerer Sportpause, ist Wandern besonders zu empfehlen.
Um jedoch sicher unterwegs zu sein, sollte man sich auf eine Wanderung entsprechend vorbereiten, auf die richtige Ausrüstung achten und einige Grundvoraussetzungen und Regeln für die Gesundheit beachten.
Oberste Priorität bei Bergwanderungen hat die ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um die ausgeschwitzten Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente zu ersetzen. Am besten drei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken. Wasser, Saftschorlen und kalte Kräutertees sind dafür am besten geeignet. Wie bei jeder Sportart verliert der Körper auch beim Wandern viel Flüssigkeit durch Schwitzen. Je nach Belastungsintensität und Umgebungstemperatur kann der Flüssigkeitsverlust zwischen 0,5 und 2 l pro Stunde betragen. Der Flüssigkeitsmangel schränkt nicht nur die Leistungsfähigkeit ein, sondern begünstigt unter Umständen auch eine Überhitzung. Die Folge sind Muskelkrämpfe, Koordinationsstörungen oder Hitzekollaps. Auch bei kalter Witterung oder im Winter sollte man den Flüssigkeitsverlust über die Atmung nicht unterschätzen. Hier haben sich warme Getränke in Thermoskannen bewährt.
Beim Bergwandern werden pro Stunde etwa 300 bis 400 Kalorien verbrannt. Um einem Abfall des Blutzuckerspiegels und damit einem plötzlichen Leistungsknick vorzubeugen, ist während der Tour eine regelmäßige Kohlenhydratzufuhr – im Idealfall im Zwei-bis Drei-Stunden-Rhythmus - sinnvoll. Feste Nahrung in Form von Brot, Bananen, Fruchtschnitten oder Energieriegel, auch Wurst und Käse eignen sich dazu am besten. Auf Bergtouren empfiehlt sich aufgrund der hohen muskulären Belastung eiweißreiche Kost, da das Eiweiß in erster Linie Baustoff für Muskel, Organe und Zellen ist. Nach Ankunft auf der Hütte, sollte der Wanderer auf eine ausreichende Nahrungszufuhr achten, in Form von kleineren oder größeren Mahlzeiten.
Positive Auswirkungen des Wanderns auf die Gesundheit:
| Stärkung des Herz-Kreislaufsystems | |
| Herz-Kreislauferkrankungen werden reduziert | |
| Stärkung des Immunsystems durch den Aufenthalt in der Höhenluft | |
| Training für die Beinmuskulatur: Gelenke und Knochen werden durch gesteigerte Muskelkraft besser geschützt, dadurch erhöht sich die Beweglichkeit | |
| Gewichtabnahme | |
| verbesserter Fett- und Zuckerstoffwechsel | |
| Rückgang von erhöhtem Blutdruck | |
| Verbesserung des Sauerstofftransports | |
| höhere Schlafqualität | |
| Steigerung der psychischen Stabilität durch die Ruhe in der Natur |
Denken Sie beim Bergwandern daran: Nach dem Aufstieg folgt ein ebenso langer Abstieg! Achten Sie auf Ihre Kräfte, um beim Abstieg keine körperlichen Probleme zu bekommen.
Fotoquelle: Schweiz Tourismus
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