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 Höhere Zahnarztrechnung!

- durch Mangel an Spezialisten

Eine aktuelle Studie der Uniklinik Göttingen belegt, dass die Erfolgsquote bei Wurzelbehandlungen in Deutschland bei gerade mal 40% liegt. Grund dafür ist oft der Mangel an speziell geschultem Fachpersonal. Im Gegensatz zum europäischen Ausland, gibt es in Deutschland keine Facharztausbildung für Endodontologie. Daher raten viele Zahnärzte eher zu einer Implantation als zu einer aufwändigen Wurzelbehandlung. Dem will die Deutsche Gesellschaft für Endontie (DGEndo) Abhilfe schaffen. Bereits seit 2006 gibt es ein festgelegtes Reglement für Fortbildung und Spezialisierung in diesem Bereich. Immer mehr Zahnmediziner nutzen die Chance der Weiterbildung und Spezialisierung. Auch nach Meinung der DGEndo ist spezialisiertes Fachpersonal, sowie der Einsatz neuester technischer Geräte wie z.B. des Dentalmikroskops oder des Kofferdam für eine erfolgreiche Behandlung unverzichtbar. Bei letzterem handelt es sich um ein Gummituch zur Abschirmung und Trockenlegung des restlichen Mundraums von der zu behandelnden Stelle und garantiert somit, dass keine Keime durch Speichel in den offenen Wundkanal gelangen. Bisher wird der Kofferdam nur in ca. 8% der deutschen Zahnarztpraxen verwendet.

Durch den Einsatz eines Dentalmikroskops kann eine optimale Reinigung erzielt werden, da sie eine Behandlung bis in die letzten Winkel der Wurzelkanäle
ermöglicht. Bei herkömmlichen Wurzelbehandlungen hingegen werden die Wurzelkanäle auf Sicht gereinigt und oftmals nicht komplett gesäubert.
Dies bestätigen auch die Fachärzte der Essener Zahnarztpraxis Curic-Heimeier, die sich neben der Implantologie auch auf Wurzelbehandlungen spezialisiert hat. Dr. Curic rät unbedingt zu einer Wurzelbehandlung beim Spezialisten: „Vielen Patienten, die sich bei uns eine zweite Meinung einholen, wurde vorher zu einem Implantat geraten. Oftmals ist dies jedoch unnötig. Der Zahn kann häufig durch eine korrekte Wurzelbehandlung erhalten bleiben. Zahnerhalt ist zudem generell die gesündere, ganzheitliche Behandlung, da ein Implantat immer eine größere Belastung für den Körper darstellt als das körpereigene Material.“
Es empfiehlt sich also darauf zu achten, dass der behandelnde Arzt eine Spezialisierung im Bereich Endodontologie vorweisen kann und die neuesten
technischen Geräte zur Behandlung einsetzt.

Auch eine eventuelle private Kostenbeteiligung sollte den Patienten nicht vom Gang zum Spezialisten abhalten, da einige der gesetzlichen
Krankenversicherungen eine Wurzelbehandlung teilweise bezahlen. Wenn nicht, sollte immer noch bedacht werden, dass der Kostenaufwand für ein Implantat in den meisten Fällen deutlich höher ist.

Quellen:
www.konsparo.med.uni-goettingen.de
www.dg-endo.de
www.presseportal.de
www.kzbv.de
www.curicheimeier.de



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