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Geschrieben: 24. April, 2014 in Aktuelles
 
 

Immer auf die Ohren: Was Lärm mit uns macht

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Ob wir in der Stadt oder auf dem Land leben: ständig sind wir gewollt oder ungewollt Lärm ausgesetzt, tags- und nachtsüber in der Wohnung, im Auto oder am Arbeitsplatz von Schall aus verschiedensten Quellen umgeben. Während einige Geräuschkulissen, wie das Gezwitscher von Vögeln, als eher angenehm erlebt werden, sind andere belastend und können Körper und Psyche negativ beeinflussen.

Seltene Ruhe, Fotoquelle: 123RF

Die Mehrheit der Deutschen fühlt sich vor allem durch Straßenlärm belastet. Wer an einer dicht befahrenen Straße in einer Großstadt wohnt, der weiß um die störende Lautstärke von Autos und Bussen. Zusätzlich zum Verkehr am Boden kann Fluglärm den Tag und die Nacht unerwünschterweise akustisch begleiten, und so eine permanente Geräuschkulisse schaffen.

So gab jeder Fünfte in einer Umfrage dazu an, aufgrund von Lärm nicht mit geöffnetem Fenster schlafen zu können. Da Ohren und Gehirn Schall auch im Schlaf aufnehmen und verarbeiten, ist nicht verwunderlich, dass solch eine Geräuschkulisse auch zu Schlafstörungen führen kann. Denn auch nachts werden durch laute und überraschende Geräusche, die Gefahr signalisieren, Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Gleichzeitig erhöht sich die Aktivität des Herz-Kreislauf-Systems, Muskeln spannen sich an und die Atmung beschleunigt sich.

Unzählige Lärmquellen

Lärm ist unerwünschter Schall, der unsere Leistungsfähigkeit und Gesundheit beeinträchtigen kann. Besonders hohe Frequenzen wie das „scharfe“ Kratzen der Fingernägel an einer Tafel oder die durchdringenden Schreie eines Babys werden als unangenhem erlebt. Hier weiß man allerdings in den meisten Fällen, dass der Lärm zeitlich begrenzt ist. Anders verhält es sich mit einer andauernden Geräuschbelastung, wie sie beispielswiese in Großraumbüros zu finden ist – hier ist man unweigerlich dem Lärm ausgeliefert. Das Wissen, dass man nichts gegen den Lärm tuen kann, beeinflusst mehr oder weniger, wie unangenehm er erlebt wird.

Um auf die Lärmproblematik sowie Ursachen und Folgen aufmerksam zu machen, findet dieses Jahr erneut der Tag gegen Lärm statt. Am 30.04.2014 werden Aktionen rund um diese Themen stattfinden. So haben beispielsweise letztes Jahr Berliner Schulen mit einem sogenannten Lärmkoffer Schall und seine Wirkungen untersucht. Die Ergebnisse werden dieses Jahr vorgestellt.

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