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22. Februar, 2007 unter:
Impfungen
Impfungen
Impfstoff zur Vorbeugung von Gürtelrose
Erster und einziger Impfstoff zur Prävention von Gürtelrose und postherpetischer Neuralgie
ZOSTAVAX® erhält europäische Zulassung
ZOSTAVAX® (Zoster-Lebendimpfstoff) hat am 19. Mai 2006 die Zulassung durch die Europäische Kommission erhalten. Der Impfstoff ist zur Vorbeugung von Gürtelrose (Herpes zoster oder „Zoster“) und damit verbundener postherpetischer Neuralgie (PHN) indiziert. ZOSTAVAX® wird für die Immunisierung von Personen ab 60 Jahren angewendet. Es handelt sich um den ersten und einzigen in Europa zugelassenen Impfstoff zur Prävention der Gürtelrose und postherpetischer Neuralgie.Die Vorbeugung von Gürtelrose war bisher nicht möglich. Der mit der Erkrankung verbundene Schmerz ist meist nur schwer und mit unbefriedigendem Ergebnis therapierbar. Viele Patienten sprechen auf die derzeit verfügbaren PHN-Behandlungsoptionen nicht an. Prävention durch Impfung ist deshalb die beste Strategie zur Verminderung der Krankheitslast durch Zoster. Mit ZOSTAVAX® ist ein großer Durchbruch gelungen.
Gürtelrose (Herpes zoster): Eine schmerzhafte Erkrankung, die zu lang andauernder, schmerzhafter und den Körper schwächender postherpetischer Neuralgie führen kann Gürtelrose kann sich zunächst als kribbelnder, juckender Schmerz in einer Körper- oder Gesichtshälfte bemerkbar machen und schreitet dann zu einem bläschenförmigen, halbseitigen Exanthem fort, das fast immer von Schmerzen unterschiedlicher Stärke und Dauer begleitet wird.
Während der akuten Erkrankungsphase geht das Exanthem mit erheblichen Schmerzen einher. Dieses Stadium kann in eine chronische Phase übergehen, die als PHN bezeichnet wird.
PHN ist die häufigste und schmerzhafteste Komplikation der Gürtelrose. Sie ist gekennzeichnet durch andauernde Nervenschmerzen, die über das Abheilen des Exanthems hinaus persistieren oder erneut auftreten. Die Erkrankung kann Monate oder gar Jahre andauern und mit leichten, brennenden bis hin zu pochenden, stechenden Schmerzen einhergehen. Darüber hinaus kann es zur Allodynie kommen, einem durch leichte Berührungsreize (z. B. durch Stoff oder Wind) ausgelösten Schmerz.
Gürtelrose kann jeden treffen
Obwohl schätzungsweise jeder Vierte irgendwann im Leben an Gürtelrose erkrankt, empfinden viele Menschen Gürtelrose nicht als Risiko. Die Erkrankung kann jeden treffen, der einmal Windpocken (Varizellen) hatte, da sie durch eine Reaktivierung desselben Virus verursacht wird. Umstände, die das Immunsystem schwächen (einschließlich fortgeschrittenem Alter), können die Reaktivierung des Virus begünstigen, das nach Erstinfektion im Kindesalter latent in den Spinal- und Hirnnervenganglien persistiert. Bei wem eine Gürtelrose auftritt, lässt sich bislang nicht vorhersagen.Häufigkeit steigt mit dem Alter
Zwar kann Gürtelrose in jedem Lebensalter auftreten, doch die Häufigkeit nimmt mit dem Alter deutlich zu; dasselbe gilt für die PHN. Dies ist auf einen altersbedingten Rückgang der spezifischen Immunantwort zurückzuführen, der bereits vor dem fünften Lebensjahrzehnt einsetzt. Zwei Drittel aller Fälle von Gürtelrose treten bei Menschen ab 50 Jahren auf. In der Europäischen Union geht man jedes Jahr von schätzungsweise 1,5 Millionen Fällen von Gürtelrose aus. In der Folge der zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft ist mit einem vermehrten Auftreten der Erkrankung zu rechnen.Über ZOSTAVAX®
In einer groß angelegten Phase III-Studie mit 38.546 Männern und Frauen ab 60 Jahren, die entweder eine Impfstoff- oder Placebo-Dosis erhielten, verminderte ZOSTAVAX® die Häufigkeit von Gürtelrose gegenüber Placebo um 51 Prozent. Außerdem reduzierte ZOSTAVAX® im Vergleich zu Placebo die Häufigkeit von PHN* um 67 Prozent sowie die Gesamtbelastung durch zosterbedingte Schmerzen und Beschwerden um 61 Prozent. Die Studienergebnisse zeigen, dass eine Impfung immunkompetenter Menschen ab 60 Jahren mit ZOSTAVAX® die Morbidität von Gürtelrose und die Inzidenz von PHN deutlich vermindert. Häufigste Nebenwirkungen waren Reaktionen an der Injektionsstelle und Kopfschmerzen. Im Juni 2005 wurde die Phase III-Studie (Shingles Prevention Study SPS) im New England Journal of Medicine publiziert.ZOSTAVAX® wurde von Merck & Co., Inc. und Sanofi Pasteur MSD GmbH entwickelt und wird zukünftig in Europa von der Sanofi Pasteur MSD GmbH vertrieben. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat Zostavax® (Zoster-Lebendimpfstoff) am 25. Mai 2006 zugelassen. Die Zulassungen beziehen sich auf die tiefgefrorene Formulierung des Impfstoffs. Sobald die Schlussanalyse der letzten wissenschaftlichen Daten abgeschlossen ist, wird die Sanofi Pasteur MSD GmbH bei der EMEA eine Änderungsanzeige für die kühlschrankstabile Formulierung beantragen
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