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Geschrieben: 26. August, 2014 in Allergien | Krankheiten von A-Z
 
 

Insektengiftallergie: Ein Stich kann sehr gefährlich werden

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Bienen, Hummeln und Wespen reagieren auf eine menschliche Bedrohung, indem sie stechen und ihre Giftmischung unter die Haut des Betroffenen befördern. In den meisten Fällen geht von diesem Gift keine Gefahr aus, auch wenn ein Stich dieser Insekten sehr schmerzvoll sein kann. Bei der Mehrzahl der Menschen, die gestochen werden, lassen das Brennen, Jucken und die Rötung bereits nach einem Tag nach.


Für Allergiker können Insektenstiche sehr gefährlich sein, Fotoquelle: 123RF

In der Regel reicht es bei Stichen dieser Art aus, den Stachel, unmittelbar nachdem man gestochen wurde, herauszuziehen. Desto länger der Stachel in Haut hängen bleibt, desto mehr Gift gelangt aus der Blase, die am Stachel hängt, in den menschlichen Körper. Man sollte den Stachel auf keinen Fall mit zwei Fingern herausziehen, da sonst dei Gefahr besteht, dass man verbleibendes Gift herausdrückt. Durch Kratzen oder mit Hilfe einer Pinzette verläuft ein solcher Eingriff glimpflicher. Eine Linderung der Schwellung kann man mit Coolpacks, Eiswürfeln oder kalten Umschlägen erreichen.

Für Allergiker kann es lebensbedrohlich werden

Bei Menschen mit einer Allergie gegen diese Stiche sieht es sehr viel heikler aus: Bei fast einem Viertel der Deutschen kommt es zu sehr schlimmen Schwellungen, etwa 3,5 Prozent erleben einen allergischen Schock, der unter Umständen sogar tödlich enden kann. Der Allergologe Bernhard Przybilla vom Klinikum der LMU München  erklärt hierzu: „Eine Insektengiftallergie kann in jedem Alter entstehen.“ (Quelle: sueddeutsche.de) Inbesondere Kinder fallen Insektenstichen häufig zum Opfer, daher besteht bei ihnen, wie auch bei Imkern und Landwirten, ein besonders hohes Risiko.

Im Unterschied zu zahlreichen andere Formen von Allergien, ist eine Insektenstichallergie nicht erblich. Sie entsteht allein aufgrund der Tatsache, dass das Gift unter die Haut gelangt. Schon der erste Stich kann die Allergie auslösen. Wird man dann ein zweites Mal gestochen, so kann schon zu diesem Zeitpunkt eine heftige Reaktion ausgelöst werden.

Wie sich der allergische Schock äußert

Kommt es zu einem allergischen Schock, so spürt man, nachdem man gestochen wurde, oftmals ein Kribbeln auf den Handflächen, der Kopfhaut oder der Zunge. Im Anschluss an diese ersten Anzeichen tauchen dann allergische Entzündungen der Nasenschleimhaut und der Augenbindehaut, Atemnot, Herz-Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, heftiger Schwindel oder Übelkeit auf. In den schlimmsten Fällen kommt es zum Atemstillstand und Herz-Kreislaufversagen. In einer solchen Situation sollte so schnell wie möglich ein Notarzt kontaktiert werden. „Bei Kreislaufproblemen sollte sich der Patient flach auf den Boden legen und die Beine hochlagern“, empfiehlt Przybilla. In Fällen von Bewusstlosigkeit sollte der Gestochene in die stabile Seitenlage gebracht werden. Kommt es zu einem Atemstillstand, so sollten Beatmung und Herzdruck-Massage eingeläutet werden.

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