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Geschrieben: 08. Juni, 2006 in Reisetipps
 
 

Langstreckenflüge – Jetlag

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Wenn die Uhr aus dem Takt gerät

Die Zeitverschiebung auf Fernreisen kann den Organismus aus dem Gleichgewicht bringen. Nicht nur Schlaf- und Wachrhythmus kommen durcheinander, sondern auch viele andere Körperfunktionen, die dem 24-Stunden-Takt unterliegen.

Typische Folgen des Flugkaters: Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Kopfweh. Individuell gibt es große Unterschiede bei der Anpassung. Im Schnitt braucht der Körper 24 Stunden, um zwei Stunden Zeitverschiebung wegzustecken.

So überlisten Sie die Zeitfalle: Passen Sie sich gleich nach Ankunft dem Rhythmus des Ziellandes an.

Nach einem Westflug (Richtung Amerika, Karibik): Gehen Sie nach draußen, bewegen Sie sich, auch wenn Sie müde sind. Licht erleichtert die Umstellung. Denn es unterbindet den Ausstoß des körpereigenen Hormons Melatonin, das verantwortlich ist für Müdigkeit. Halten Sie bis zum Abend durch. Gehen Sie, wenn möglich, erst zur ortsüblichen Zeit ins Bett und achten Sie auf ausreichend viel Schlaf in der ersten Nacht.

Bei einem Ostflug (Richtung Asien, Australien) dauert die Nacht oft nur drei bis vier Stunden. Versuchen Sie, wach zu bleiben, machen Sie höchstens eine Stunde Mittagsschlaf und tanken Sie viel frische Luft. Kleiner psychologischer Trick: Stellen Sie Ihre Uhr bereits zu Beginn des Fluges auf die Zeit am Urlaubsort um und versuchen Sie im Flugzeug entweder konsequent zu schlafen (Ostflug) oder wachzubleiben (Westflug). Trinken Sie nicht literweise Kaffee, schwarzen Tee oder andere Muntermacher. Sie erzielen nur einen Scheinerfolg, erleichtern aber nicht die Anpassung des Körpers.

Ernährungstipp: Eiweißreiche Speisen (z. B. Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Milch-, Soja- und Getreideprodukte) halten wach. Kohlenhydratreiche Nahrung (z.B. Kartoffeln, Brot, Reis, Nudeln, Gemüse und Obst) fördert den Schlaf. Verzichten Sie auf Schlaf und Beruhigungsmittel. Lassen Sie Ihrem Körper einfach einige Tage Zeit, sich vollständig umzugewöhnen. Gehen Sie alles etwas langsamer und ruhiger an – schließlich sind Sie ja im Urlaub.

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