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Geschrieben: 10. August, 2013 in Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Klaustrophobie im Aufzug – wenn Menschen Fahrstühle meiden

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Klaustrophobie im Aufzug ist keine Seltenheit. Viele Menschen sind davon betroffen, doch kaum einer spricht offen darüber oder gibt es zu, dass er Angst hat sich in einen Personenaufzug zu begeben. Umgangssprachlich nennt man Klaustrophobie oft „Platzangst“, doch dieser Begriff ist nicht korrekt, denn im Prinzip handelt es sich dabei um eine Angst in engen oder geschlossenen Räumen.


Betroffene spüren in Situationen, die die Klaustrophobie auslösen oftmals panikartige Angstzustände, haben das Gefühl zu ersticken und nicht mehr Herr der Lage zu sein. Darüber hinaus kann es auftreten, dass sich körperliche Reaktionen aufzeigen. Neben Schweißausbrüchen und Schwindelgefühlen sind auch Druck auf der Brust oder Herzrasen typische Anzeichen.

Was fühlen Betroffene im Aufzug?

Es ist schwer sich vorzustellen, was ein Mensch fühlt, der unter Klaustrophobie leidet. Dennoch kann man es versuchen, sich diesen Zustand näher zu bringen. Klaustrophobie äußert sich in vielerlei Schichten. Nicht nur das Denken ist betroffen, sondern auch das Handeln, Verhalten oder das Fühlen der jeweiligen Person. Geht man von dem Fall aus, dass ein Mensch, welcher unter dieser Symptomatik leidet, aus welchen Gründen auch immer, in einen Fahrstuhl steigt, so wird sich in aller Regel zuerst das Gefühl des Kontrollverlustes einstellen. Darauf folgen oftmals Ängste im Ernstfall nicht flüchten zu können oder hilflos gefangen zu sein. Betroffene stellen sich oft vor, dass der Aufzug stecken bleiben könnte. Dies beschert ihnen eine zusätzliche Angst ohnmächtig zu werden, in Panik zu verfallen oder völlig auszurasten. Es stellt sich das Gefühl ein, dass der Personenaufzug dringend verlassen werden muss. Hinzu kommen immer mehr Horrorszenarien, wie „Was passiert, wenn ich hier nicht mehr rauskomme?“, „Was passiert, wenn der Fahrstuhl jetzt abstürzt“. Zusätzlich erschwert der Gedanke daran, was die anderen Fahrstuhlinsassen denken könnten und ob sie die Phobie bemerken die gesamte Situation.

Aufgepasst – Klaustrophobie kann schlimme Ausmaße annehmen

Es ist eine ganz natürliche Reaktion, dass man bei Angst bestimmte Situationen meidet. So geschieht das auch bei Klaustrophobie. Der Fahrstuhl wird nicht mehr aufgesucht. Man steigt lieber Treppen. Man meidet allgemein enge, kleine Räume. Es werden Plätze an Eingangstüren bevorzugt. Flüge sind nicht auszumalen und Räume werden zunächst auf mögliche Fluchtwege überprüft. Im noch schlimmeren Ausmaß werden Beruhigungstabletten als Hilfe in Betracht gezogen oder gar der Alkohol. Spätestens dann ist es Zeit die Phobie zu erkennen und einen Therapeuten für eine Verhaltenstherapie aufzusuchen. Dieser wird nicht nur gegen die Angst mit dem Patienten ankämpfen, sondern auch versuchen dessen Ursache herauszufinden.

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