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Geschrieben: 25. April, 2017 in Gesund trinken
 
 

Kohlensäure – Ist Sprudelwasser ungesund?

50532402 - girl drinking water sitting on a couch at home and looking at camera
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Wasser ist überlebenswichtig, kühlt und spendet Lebenskraft. Viele Menschen trinken anstatt Leitungswasser, das immer wieder als das am besten kontrollierte Lebensmittel Deutschlands bezeichnet wird, gerne Mineralwasser. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Jahresverbrauch an Mineralwasser liegt bei knapp unter 150 Litern. Im Supermarkt gibt es neben stillem Mineralwasser auch Wasser mit wenig Kohlensäure und mit viel Kohlensäure.

Mineralwasser mit Kohlensäure oder ohne? Fotoquelle: 123RF

Das ist sehr viel beliebter als stilles Mineralwasser, dem im Schnitt nur jeder Zehnte Konsument  den Vorzug gibt. Aber ist kohlensäurehaltiges Leitungswasser überhaupt gesund?

Geht es um Mineralwasser, hört man eine Aussage immer wieder: Kohlensäure sei ungesund, da es Kalzium aus den menschlichen Knochen herauslöse. Diese würden dadurch ihre Stabilität einbüßen und brüchig werden. Daher solle man doch lieber auf naturbelassenes oder doch wenigstens stilles Mineralwasser zurückgreifen. Doch was ist an dieser Behauptung dran? Kann es wirklich sein, dass wir beim Konsum von kohlensäurehaltigem Mineralwasser unserer Gesundheit mehr schaden als nützen?

Nein, so lautet die klare Aussage der Verbraucherzentrale, die sich in ihrem Urteil auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützt. Demnach ist der Konsum von Sprudelwasser nicht gesundheitsschädlich – jedenfalls nicht für Menschen mit gesundem Magen. Denn bei bestehenden Magenproblemen kann Kohlensäure die Situation noch verschlechtern. Kohlensäure fördert nämlich die Produktion von Magensäure. Die mögliche Folge: eine Übersäuerung. In diesem Fall sollte man tatsächlich lieber ein stilles Mineralwasser bevorzugen.

Eine weitere Gefahr, die jedoch nur bedingt auf kohlensäurehaltiges Wasser zurückzuführen ist, sehen Verbraucherschützer in den weit verbreiteten „Aufsprudlern“. Mit diesen Geräten kann Leitungswasser mit Kohlensäure versetzt werden. Das Problem liegt hierbei aber weder bei der Kohlensäure, noch bei der Verwendung von Leitungswasser, sondern in einer mangelhaften Hygiene. Demnach spart man sich mit diesen Geräten das oft so lästige Schleppen von Wasserflaschen, was gut für den Rücken sein dürfte. Außerdem behält man auf die Dauer ein bisschen mehr Kleingeld in der Tasche. Allerdings verkeimen die Aufsprudler relativ schnell, besonders wenn die Wasserbehälter nicht regelmäßig gewaschen werden. Das passiert bei industriell in Pfandflaschen abgefülltem Wasser vor jeder erneuten Füllung. Zuhause wird diese Hygienemaßnahme zu oft missachtet. Am besten verwendet man zum Aufsprudeln spülmaschinenfeste Glasflaschen. Außerdem sollte man beschädigte Behälter aussortieren, da sich Keime in Kratzern besser festsetzen können.

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