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 Kommen die besten Heilmittel aus unserem Körper?

Stammzellen: Kommen die besten Heilmittel aus unserem Körper?

Vor einigen Jahren machten Wissenschaftler eine revolutionäre Entdeckung. Sie fanden im Körper von erwachsenen Menschen Zellen, die die Fähigkeit besitzen sich lebenslang zu erneuern und sich in andere Zellen umzuwandeln. Diese Zellen haben die Aufgabe, beschädigte Organe zu reparieren.

Grafik: DGK
Die Anwendungsmöglichkeiten von Stammzellen

Inzwischen ist klar, das diese adulten (erwachsenen) Stammzellen in mehr als 20 Organen vorhanden sind, beispielsweise im Knochenmark, im Blut, im Gehirn, der Haut, in den Muskeln und dem Auge. Da sie unspezialisiert sind, können sich die Stammzellen teilen und dabei in andere Zellen umwandeln, die dann die speziellen Funktionen einer Muskel-, Blut-, oder Gewebezelle erfüllen. Es ist also möglich, Stammzellen aus dem Knochenmark zu entnehmen und in das Gehirn zu implantieren, wo sie dann zu Gehirnzellen heranwachsen. Wissenschaftler haben weiter festgestellt, dass die Stammzellen sogar zu ihrem Zielgebiet wandern, wenn sie nicht direkt dort implantiert werden.

Diese Entdeckung eröffnet völlig neue Methoden in der Behandlung degenerativer Krankheiten. Weltweit leiden Millionen Menschen unter Erkrankungen, die auf einen langsam fortschreitenden Verfall von Körperzellen zurückzuführen sind. Zu den bekanntesten zählen Diabetes, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose.  Bei Schlaganfall, Herzinfarkt oder Verletzungen des Rückenmarks werden Zellen innerhalb kürzester Zeit zerstört. Mit Medikamenten gelang der Medizin bislang bestenfalls, den Verlauf dieser Krankheiten hinauszuzögern, beziehungsweise die Symptome abzumildern.

Auch eine Stammzelltherapie verspricht noch keine Heilung der degenerativen Erkrankungen. Doch Patientenberichten zufolge konnten die Betroffenen eine erhebliche Besserung ihrer Beschwerden erfahren, nachdem sie sich einer Stammzelltherapie unterzogen hatten.
Dabei profitieren die Patienten von einem weiteren Vorteil der adulten Stammzellen: Die Zellen werden aus dem Körper des Patienten, aus dem Knochenmark entnommen und anschließend rücktransplantiert. Es handelt sich also um eine körpereigene Zelle, und somit besteht keine Abstoßungsgefahr.

Der Therapie mit adulten Stammzellen stehen zudem keinerlei ethische oder rechtliche Bedenken entgegen. Deshalb wird die Stammzelltherapie schon in vielen Ländern der Welt in der Praxis eingesetzt. Auch in Deutschland wird sie bereits angewendet. So sind Kliniken in Rostock und Frankfurt/Main federführend, wenn es um die Behandlung bei Herzinfarkt-Patienten geht. Seit Anfang 2007 gibt es außerdem das privat geführte XCell-Center im Institut für regenerative Medizin in Köln (www.Xcell-center.info). Hier werden beispielsweise Patienten mit Diabetes, Rückenmarkverletzungen, Parkinson, Schlaganfall, Multiple Sklerose und Arthrose behandelt.


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