0
Geschrieben: 10. September, 2013 in Bewegungsapparat | Sport & Bewegung
 
 

Krampfadern vorbeugen mit Ausdauersport und Wechselduschen

irisblende_p_4874_web
irisblende_p_4874_web
Venenschwäche: Bewegung ist das A und O! Mehr als 60% aller erwachsenen Deutschen leiden an Krampfadern. Damit entwickelt sich diese Erkrankung der Venen zu einer wahren Volkskrankheit. Oft wird die Veranlagung, Krampfadern zu entwickeln, vererbt. Vorsicht: Hohe Absätze fördert die Bildung von Krampfadern

 

Was sind Krampfadern?

Durch eine Schwäche des Bindegewebes kommt es zu Erweiterungen der Beinvenen. Diese verlängern sich und bilden Aussackungen, die sogenannten Krampfadern. Durch diese Veränderungen können die Venen nicht mehr richtig funktionieren. Die Erweiterung der Venen bewirkt, dass die Funktion der Venenklappen beeinträchtigt ist. Das Blut bleibt in den Beinen, da es nicht Richtung Herz abfließen kann.

Symptome

Erste Symptome für Krampfadern sind Schwere-, Spannungs- und Müdigkeitsgefühle in den Beinen. Weiterhin führen Krampfadern zu nächtlichen Wadenkrämpfen und starken Schwellungen. Diese Schwellungen entstehen, sobald das Blut nicht mehr ausreichend abtransportiert werden kann. Während des Blutstaus in den Waden treten aus den Venen Flüssigkeit und Blutpigmente aus, wodurch Hautverfärbungen entstehen können. Das Anstauen des Blutes in den unteren Extremitäten führt weiterhin zu einer Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff. In schweren Fällen kann dies bis zum Absterben von Gewebe führen. Man spricht bei diesem Endstadium der Krampfadererkrankung von einem „offenen Bein“.

Ursachen für Krampfadern

Hormone

Hormone, hier vor allem die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) können an der Krampfaderbildung beteiligt sein, da sie zur Erschlaffung des Bindegewebes beitragen. Daher sind mehr Frauen als Männer von diesen unangenehmen und zugleich unansehnlichen Veränderungen der Beinvenen betroffen. Jede dritte Schwangere leidet während der Schwangerschaft an Krampfadern, die sich jedoch oft nach der Geburt wieder zurückbilden.

Bewegungsmangel

Im Zentrum der Ursachenerforschung befindet sich jedoch der Bewegungsmangel. Sobald man sich nicht ausreichend bewegt, viel sitzt und steht, erschlaffen die für den Bluttransport der Beinvenen so wichtigen Muskeln in den Waden. Diese dienen als eine Art Muskelpumpe für den Abtransport des sauerstoffarmen Blutes zurück zum Herzen.

Alter, Übergewicht und Rauchen

Mit zunehmendem Alter erschlafft das Bindegewebe auf natürlichem Wege. Ferner führt hohes Körpergewicht zu einer Überbelastung der Beinmuskulatur und verstärkt so gleichzeitig den Bewegungsmangel. Rauchen beeinflusst alle Blutgefäße und führt zudem zum Verschluss von Arterien und Venen. Diese Faktoren begünstigen langfristig die Entstehung von Krampfadern und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Vorbeugung

Bewegung ist das A und O für gesunde Beinvenen und somit für die Vorbeugung von Krampfadern. Hilfreich ist das spezielle Training der Wadenmuskulatur. Die so genannte „Venenpumpe“ wird durch regelmäßige Betätigung der Wadenmuskulatur in Gang gebracht. Weiterhin sollte man regelmäßig Spaziergänge unternehmen. Wechselduschen stimulieren das Gewebe, so dass die Spannkraft der Venen unterstützt und der Blutkreislauf angekurbelt werden kann. Frauen sollten auf hohe Absätze weitgehend verzichten. Bequemes Schuhwerk und häufiges Barfußlaufen ist ideal zum trainieren der Beinvenen. Ferner sollten überheizte Räume, Sonnenbäder und Vollbäder über 28°C vermieden werden, denn dies erweitert die Venen und führt zu Blutstauungen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass ein Normalgewicht eingehalten, beziehungsweise Übergewicht abgebaut wird. Sehr hilfreich ist das regelmäßige Einreiben mit Präparaten, die Inhaltsstoffe der Rosskastanie und des roten Weinlaubes enthalten. Diese erhöhen die Spannkraft im Venensystem der Beine.

 

Print Friendly, PDF & Email
War dieser Artikel hilfreich? Bewerten Sie Ihn.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (679 bewertungen, duchschnittlich: 4,98 out of 5)
Loading...